Mann mit Zugbegleiter am Bahnhof

Fahrgastrechte für Fahrgäste mit Mobilitätseinschränkungen

Fahrgastrechte greifen auch dann, wenn ein zugesagter Service der DB nicht erbracht wird und dadurch Zugverspätungen entstehen, Sie Ihren Anschluss nicht erreichen oder Ihre Reise nicht wie geplant zu Ende bringen können.

Wenn Sie mit Ihrem Schwerbehindertenausweis mit Beiblatt und Wertmarke kostenfrei Zug fahren dürfen, können wir Ihnen für diese kostenfrei befahrenen Strecken leider keine Entschädigung anbieten. Der Grund: Es wurde ja auch kein Fahrpreis gezahlt.

Wenn Sie eine Fahrkarte gekauft haben, gelten die Regelungen für die Gesamtstrecke, einschließlich aller kostenfrei genutzten Streckenabschnitte. Die Höhe des Entschädigungsbetrags basiert auf dem Preis der gekauften Fahrkarte und der Gesamtverspätung.

Als Inhaber eines Schwerbehindertenausweises und Wertmarke fahren Sie in allen Nahverkehrszügen (RB, RE, IRE, S-Bahnen) kostenfrei.

Ist Ihr Zug so verspätet, dass mit einer Verspätung von mindestens 20 Minuten am Zielbahnhof gerechnet wird, können Sie einen anderen Zug nutzen (Ausnahmen: Reservierungspflichtige Züge, wie z.B. NightJets oder einige Züge ins Ausland).

Falls Sie in einen "höherwertigen" Zug steigen wollen, also z.B. von einem Nahverkehrszug in einen ICE, IC oder EC, müssen Sie sich dafür zunächst eine passende Fahrkarte kaufen. Anschließend können Sie sich die Kosten von uns erstatten lassen.

Für den Verlust oder die Beschädigung von Mobilitätshilfen oder spezieller Ausrüstung gelten keine Haftungsobergrenzen. Voraussetzung: Das Eisenbahnunternehmen haftet dafür.

Selten kann es vorkommen, dass wegen Verspätungen oder Zugausfall eine Weiterreise technisch oder organisatorisch nicht mehr möglich ist. In diesem Fall gelten die Entschädigungsregelungen ab dem Bahnhof, ab dem die Reise objektiv nicht mehr fortgesetzt werden kann.