Angebote und Vergünstigungen

Menschen mit Behinderungen können bei uns besondere Leistungen in Anspruch nehmen, wenn sie einen amtlichen Schwerbehindertenausweis besitzen. Zusätzliche Vergünstigungen gibt es mit Beiblatt mit gültiger Wertmarke.

Bitte beachten Sie die unten aufgelisteten Details zu den einzelnen Punkten!

  • kostenfrei im Nahverkehr (S, RB, RE, IRE) fahren, wenn Sie zusätzlich eine Wertmarke besitzen
  • eine Begleitperson oder einen Hund im Nahverkehr kostenfrei mitnehmen
  • 1-2 Sitzplätze kostenfrei reservieren
  • BahnCard zum ermäßigten Sonderpreis kaufen (Details dazu auf dieser Seite)
  • Hilfsmittel (z.B. Rollstuhl, Rollator, Gehhilfe) kostenfrei mitnehmen
  • Ermäßigung beim Gepäckservice in Anspruch nehmen
  • ggf. ohne Aufpreis die 1. Klasse nutzen
  • in Zügen, in denen Fahrkarten gekauft werden dürfen, den regulären Flexpreis statt den Bordpreis zahlen (gilt für Menschen mit einem Grad der Behinderung von mind. 50)

Muster Schwerbehinderten­ausweis (hier klicken für Details)

  • ist ein bundesweit einheitlicher Nachweis über den Status als schwerbehinderter Mensch
  • Vergünstigungen und Vorteile richten sich nach dem im Schwerbehindertenausweis bescheinigten Grad der Behinderung sowie den eingetragenen Merkzeichen
  • ist grün und hat einen halbseitigen, orangefarbenen Flächenaufdruck
  • ist beim Versorgungsamt erhältlich

Weitere Informationen hierzu erhalten Sie über Ihr zuständiges Versorgungsamt.

Muster Wertmarke (hier klicken für Details)

  • auf der Wertmarke befindet sich ein mit dem Schwerbehindertenausweis identisches Aktenzeichen, der Name der Person sowie die Gültigkeit
  • gilt nur im Zusammenhang mit einem gültigen Schwerbehindertenausweis
  • ist beim Versorgungsamt auf Antrag erhältlich
  • gilt meist 1 Jahr oder ein halbes Jahr
  • Kosten: 80 Euro (1 Jahr) bzw. 40 Euro (halbes Jahr)

    Kostenlos erhalten die Wertmarke behinderte Menschen,
    - die blind oder hilflos sind;
    - die Leistungen der Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem SGB II (Grundsicherung für Arbeitssuchende), dem SGB XII (Sozialhilfe) oder vergleichbaren gesetzlichen Bestimmungen beziehen

Details zu den Vergünstigungen

Kostenfreie Fahrten im Nahverkehr

Schwerbehinderte Personen (auch Kinder), die eine Wertmarke besitzen, können im Nahverkehr kostenfrei fahren. Dies gilt

  • in allen Nahverkehrszügen der Deutschen Bahn (IRE, RE, RB und S-Bahnen)
  • in Nahverkehrszügen anderer Eisenbahnunternehmen
  • auf SEE-Strecken (Sande-Harlesiel-Wangerooge, Bensersiel-Langeoog, Stralsund-Hiddensee und Schaprode-Hiddensee)
  • auf Verbundstrecken in öffentlichen Verkehrsmitteln

Für Reisen ins Ausland gelten abweichende Regelungen.

Fahrten im Fernverkehr

Prinzipiell gilt: Für Fahrten im Fernverkehr brauchen Sie eine Fahrkarte.

Ausnahmen:

  • Fernverkehrszüge können nur dann kostenfrei benutzt werden, wenn sie für Fahrkarten des Verkehrsverbundes freigegeben sind (zum Beispiel in Störungsfällen).
  • Auf einigen ausgewählten Strecken des Fernverkehrs, gilt die Wertmarke als Fahrtberechtigung. Dies wird in unserer Reiseauskunft angezeigt. Bitte prüfen Sie diese Option deshalb dort, bevor Sie Ihre Fahrt antreten.

Ermäßigungen und Services bei Auslandsreisen

In Kooperation mit den Bahnunternehmen europäischer Nachbarländer können Sie über die Mobilitätsservice-Zentrale europaweit Hilfeleistungen beim Ein-, Um- und Aussteigen vormelden oder sich an die Hotlines der jeweiligen Länder wenden. Hier finden Sie eine Liste mit den entsprechenden Kontaktdaten.

Begleitperson/ Begleithund mitnehmen
Bei den meisten Nachbarländern darf Ihre Begleitperson und/oder Ihr Begleithund kostenfrei mitfahren. Voraussetzung dafür ist ein gültiger in Deutschland ausgestellter Schwerbehindertenausweis. Aus diesem muss hervorgehen, dass für Sie eine ständige Begleitung notwendig ist oder Sie berechtigt sind, eine Begleitperson mitzunehmen. Außerdem muss für die Begleitperson eine Fahrkarte ohne Fahrpreisberechnung (Nullpreis-Fahrkarte) ausgestellt werden. Diese erhalten Sie bei unseren Verkaufsstellen (z.B. DB Reisezentren) oder über die Mobilitätsservice-Zentrale.

Die Details sind im Kapitel 17 des SCIC-NRT-Abkommens genauer beschrieben. Hier ist unter anderem aufgelistet, in welchen Ländern, bei welchen Zugunternehmen Blindenführhunde oder Begleitpersonen kostenlos mitfahren dürfen und welche Voraussetzungen Sie erfüllen müssen.

In manchen Zügen (z.B. Eurostar, TGV, etc) erhalten Menschen mit Behinderungen und/oder deren Begleiter eine Ermäßigung. Auch hier muss ein gültiger Schwerbehindertenausweis vorgelegt werden. Die Ermäßigung kann unterschiedlich hoch ausfallen und muss im Einzelfall ermittelt werden.

Bei Fragen zu Auslandsreisen oder zur Anmeldung von Hilfeleistungen wenden Sie sich bitte an die Mobilitätsservice-Zentrale (MSZ).

Auszug aus dem SCIC-NRT-Abkommen (Kapitel 17) (PDF, 161.71KB)Kontakt zur Mobilitätsservice-Zentrale

Begleiter und Hunde mitnehmen

Nach dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) dürfen Sie eine Begleitperson oder einen Begleithund kostenfrei mitnehmen. Diese Regelung gilt,

  • wenn im Schwerbehindertenausweis muss "B" und der Vermerk "Die Notwendigkeit ständiger Begleitung ist nachgewiesen" eingetragen oder der Vermerk "Die Berechtigung zur Mitnahme einer Begleitperson ist nachgewiesen" nicht gelöscht ist
  • in allen innerdeutschen Zügen des Nah- und Fernverkehrs, auf Buslinien im Nah- und Fernverkehr, in Zügen der sonstigen Eisenbahnen, auf dem Bodensee, Bereich Überlinger See und im Nordseeinselverkehr
  • auch dann, wenn der schwerbehinderte Fahrgast keine Wertmarke besitzt

Begleithunde müssen im Zug keinen Maulkorb tragen.

Schwerbehinderte Kinder plus Begleitperson

Für Kinder gilt:

  • Kinder von 0-5 Jahren reisen kostenlos mit der Bahn und müssen nicht auf der Fahrkarte der Eltern oder Begleitpersonen eingetragen sein - ein Sitzplatz ist aber nicht automatisch dabei und muss, falls gewünscht, extra gebucht werden.

    Ist im Ausweis des Kindes die Berechtigung zur Mitnahme einer Begleitung und das Merkzeichen "B" vermerkt, darf auch die Begleitperson kostenlos fahren.

    Schwerbehinderte Kinder unter 6 Jahre dürfen die 1. Klasse benutzen.
  • Kinder ab 6 Jahren brauchen eine Fahrkarte.
    Ausnahme: Das Kind darf aufgrund seiner Berechtigungen (d.h. es ist im Besitz einer Wertmarke) im Nahverkehr kostenfrei fahren.

    Ist im Ausweis des Kindes die Berechtigung zur Mitnahme einer Begleitung und das Merkzeichen "B" vermerkt, darf die Begleitperson kostenlos fahren.
  • Wenn Sie die vergünstigten Preise für eigene Kinder oder Enkelkinder von 6-14 Jahren in Anspruch nehmen wollen, gelten die regulären Regelungen zur Mitnahme von Kindern.

    Das heißt:
    Kinder von 6-14 Jahren fahren mit einem Eltern- oder Großelternteil kostenlos mit, wenn sie beim Kauf der Fahrkaste angegeben und auf der Fahrkarte eingetragen werden. In anderer Begleitung oder allein reisend zahlen sie 50% des regulären Fahrpreises. Das Kind hat dann aber keinen zusätzlichen Anspruch darauf, eine Begleitperson kostenfrei mitzunehmen.

Sitzplatz- und Stellplatzreservierung

Schwerbehinderte Menschen mit Merkzeichen B können bis zu 2 Sitzplätze kostenfrei reservieren. Dies gilt auch für schwerbehinderte Menschen und Schwerkriegsbeschädigte, die keine gültige Wertmarke im Beiblatt besitzen.

Achtung: Dies ist nur über die Mobilitätsservice-Zentrale oder in den Verkaufsstellen der DB (DB Reisezentren oder DB Agenturen) möglich.

Mit Merkzeichen "1.Kl" in der 1. Klasse fahren

Wenn in Ihrem Schwerbehindertenausweis das Merkzeichen "1.Kl." eingetragen ist, können Sie

  • mit einer Fahrkarte der 2. Klasse in allen Zügen der DB in der 1. Klasse fahren. Ausgenommen sind Fahrten in Sonderzügen und Sonderwagen.
  • die Züge des Nahverkehrs (S, RB, RE, IRE) kostenfrei auch in der 1. Klasse fahren, wenn Sie zusätzlich eine Wertmarke besitzen

Gruppenreisen

Gerne können Sie auch Gruppenreisen über die Mobilitätsservice-Zentrale oder in unseren DB Reisezentren anmelden.

Reisen mehrere Rollstuhlfahrer als Gruppe, kann es sein, dass sie auf mehrere Fernverkehrszüge verteilt fahren. Dann erhält jeder Mitreisende eine Kopie der Fahrkarte, jedoch mit einer Sitzplatzreservierung in einem anderen Zug. Ist einer dieser Züge verspätet, erhalten die davon betroffenen Rollstuhlfahrer eine Gutscheinkarte, auch wenn sie mit einer Kopie der Fahrkarte reisen. Pro Fahrkarte und pro einfache Fahrt werden einmalig 20 % angerechnet.

Falls betriebliche Störungen Schwierigkeiten speziell für behinderte Menschen hervorrufen, wird sich die Bahn selbstverständlich bemühen, unbürokratische Lösungen zu finden.

Ermäßigung beim DB Gepäckservice

  • Sie können ein Stück Normalgepäck ermäßigt für 15,90 Euro (statt 17,90 Euro) über den DB Gepäckservice transportieren lassen. Legen Sie dazu Ihren Schwerbehindertenausweises in einer unserer Verkaufsstellen vor.
  • Schwerbehinderte Menschen können nach Maßgabe von §228 Bundesteilhabegesetz die dort bezeichneten Gegenstände kostenlos zur Beförderung aufgeben.
  • Für schwerbehinderte Menschen im Besitz eines entsprechenden Ausweises mit Merkzeichen "G" wird ein Krankenfahrstuhl/Rollstuhl mit einem Gewicht bis zu 100 kg kostenlos transportiert.

Hilfsmittel über 31,5 kg müssen fahrbar sein und stufenfrei abgeholt und zugestellt werden können.

Mehr zum DB Gepäckservice unter bahn.de/gepaeckservice