ICE 3: Deutschlands erster Zug für Tempo 300
Der ICE 3 setzte neue technische Maßstäbe mit seiner Spitzengeschwindigkeit und seiner verschleißfreien Wirbelstrombremse. Deutschlands schnellster Zug ist ein echter Triebzug, hat also keine herkömmlichen Lokomotiven (Triebköpfe) mehr wie seine Vorgänger. Insgesamt wurden bislang 63 ICE 3-Züge beschafft, davon sind 37 ausschließlich für den Einsatz auf dem deutschen Streckennetz bestimmt. Diese Züge der Baureihe 403 erreichen bei einer Leistung von 8.000 kW eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h. Auch Steigungen von bis zu 40 Promille sind für den ICE 3 kein Problem. Am Anfang und Ende des Zuges bietet Ihnen ein spezielles Abteil, das durch eine Glaswand vom Lokführer getrennt ist, die Möglichkeit diesem über die Schulter zu schauen.
Mehrsystem für die Fahrt ins benachbarte Ausland
Da die Neubaustrecke Köln – Rhein/Main mit ihrer zentralen Lage für internationale Verbindungen nach Österreich, in die Schweiz, nach Belgien, Frankreich und in die Niederlande prädestiniert ist, wurden 13 mehrsystemfähige ICE 3 beschafft. Diese Züge der Baureihe 406 fahren unter allen vier europäischen Stromsystemen. Allerdings ist in Gleichstromnetzen nur eine Leistung von 4.300 kW möglich, wodurch die Höchstgeschwindigkeit dann lediglich 220 Stundenkilometer beträgt.
| Zahlen, Daten, Fakten | |
|---|---|
| Betriebsaufnahme | 2000 |
| Zahl der Züge | 63 Halbzüge |
| Zugkonzept | Triebwagenzug, Kuppelbare Zugeinheit |
| Zahl der Wagen pro Halbzug | 8 |
| Zuglänge | 200 m |
| Antrieb | elektrisch, Unterflur-Antrieb |
| Zugelassende Höchstgeschwindigkeit | 330 km/h |
| Leistung | 8000 kW |