ICE 2: Der Kuppelbare
Beim ICE 2 wurde das Konzept der Doppeltraktion verfolgt, das die Bahn auch bei allen späteren ICE realisierte. Zwei Züge können miteinander gekuppelt werden, was einen nachfragegerechten Einsatz auch auf weniger stark befahrenen Strecken sichert. Für die Ost-West-Verbindung zwischen Berlin und der Region Rhein-Ruhr beschafft, bedient die zweite ICE-Generation die beiden Hauptstrecken ab Hamm via Dortmund – Essen – Düsseldorf sowie über Hagen – Wuppertal – Köln. Nach dem Modell des legendären Fliegenden Kölner aus den dreißiger Jahren legen zwei Halbzüge die Strecke ab Hamm nach Berlin als Ganzzug zurück. Daher wurde auf einen zweiten Triebkopf verzichtet und stattdessen ein Steuerwagen eingesetzt.
Die Halbzüge, bestehend aus Triebkopf, sechs Mittelwagen und Steuerwagen, lassen sich minutenschnell zusammenkuppeln oder trennen. Möglich wird dies durch das im S-Bahn-Betrieb seit langem bewährte Kupplungssystem, das die automatische Herstellung und Trennung aller mechanischen und elektrischen Verbindungen zwischen den beiden Zugteilen erlaubt. Charakteristisch sind die Bugklappen des ICE 2. Sie verbergen die Kupplung, um den Luftwiderstand beim Hochgeschwindigkeitsbetrieb zu minimieren.
| Zahlen, Daten, Fakten | |
|---|---|
| Betriebsaufnahme | 1996 |
| Zahl der Züge | 44 Halbzüge |
| Zugkonzept | kuppelbare Zugeinheiten |
| Zahl der Wagen (pro Halbzug) | sechs Mittelwagen, ein Steuerwagen |
| Zuglänge | 205 m |
| Antrieb | elektrisch |
| Zugelassende Höchstgeschwindigkeit | 280 km/h |
| Leistung | 4800 kW |