Verhalten bei Übergriffen gegen andere Fahrgäste

Die S-Bahn München ist sicher - Straftaten in der S-Bahn kommen extrem selten vor. Sollten Sie wider Erwarten dennoch einmal Zeuge eines Übergriffs werden, dann zählt Zivilcourage. Von Gesetz wegen besteht die Verpflichtung, im Rahmen des Zumutbaren und Möglichkeiten und Fähigkeiten zu helfen.

Exakt 3.808 Videokameras zeichnen seit Dezember 2012 das Geschehen in den Innenräumen aller S-Bahn-Züge auf. Die Videoüberwachung sorgt auch für mehr Sicherheit.

Folgende Regeln sollen eine Hilfestellung geben, wie man sich als Fahrgast in einem solchen Fall helfen kann, ohne sich unnötig in Gefahr zu bringen:

  • Ruhe bewahren und überlegt handeln.
  • Hilfe und Unterstützung holen: Zuerst beim Lokführer über die Sprechstelle im Einstiegsbereich jeder S-Bahn und bei anderen Fahrgästen. Falls der Gang zur Sprechstelle situationsbedingt nicht möglich ist: Handy nutzen und bei der für den Bahnbetrieb zuständigen Bundespolizei unter der kostenfreien 0800 6 888 000 anrufen. Auch ein Anruf unter der allgemeinen kostenfreien Notrufnummer 110 der Bayerischen Polizei ist möglich.
  • Öffentlichkeit schaffen: Den Täter laut und deutlich ansprechen und ihn auffordern, sein Tun einzustellen.
  • Genau hinsehen, um später als Zeuge bei der Aufklärung der Straftat mitwirken zu können.
  • Selbstschutz durch ausreichend körperlichen Abstand und sprachliche Distanz (mit "Sie" ansprechen!).
  • Um das Opfer kümmern, bis professionelle Hilfe kommt: Schutz und Ansprache bieten, Erste Hilfe durchführen.

Informationen

Weitere Informationen zum Thema, sowie die Möglichkeit an einem Training für Zivilcourage teilzunehmen, erhalten Sie hier: