Das "Vlies der Götter"

Alpakas sind süß, sanft und super Woll-Lieferanten

Pixabay/Sharion Ang ©Alpakas
Pixabay/Sharion Ang ©

Drollige Köpfchen, süße Knopfaugen, wuschelweiches Fell und ein sanftes Gemüt. Mal ehrlich, man muss Alpakas einfach ins Herz schließen! Ursprünglich stammen die Tiere aus den südamerikanischen Anden, aber auch bei uns in Mecklenburg-Vorpommern haben die putzigen Vierbeiner viele Freunde.

Gezüchtet werden diese anspruchslosen, genügsamen Tiere, die aber unbedingt die Gemeinschaft brauchen, auf Alpakafarmen vor allem wegen ihrer Wolle. Wussten Sie schon, dass die seidig-glänzende Faser zu den wertvollsten und exklusivsten Naturfasern der Welt gehört und sogar noch feiner ist als Kaschmir? Alpakawolle kratzt nicht, ist weich, extrem leicht, strapazierfähig und knittert kaum. Und sie speichert die Körperwärme besser als jede andere Wolle! Daher wurde sie im Reich der Inkas auch "Vlies der Götter" genannt. Nur drei bis vier Kilogramm Wolle produziert ein Alpaka pro Jahr und so hat dieses Produkt auch ihren Preis.

Vor allem auch Allergiker profitieren von den Vorzügen der atmungsaktiven, geruch- und schmutzabweisenden Faser. Kuschlige Betten aus Alpakafaser sind besonders beliebt und die Alpaka-Keratin-Seifen in verschiedenen Düften. Die Naturseifen ohne künstliche Zusätze sind für alle Hauttypen bestens verträglich. Keratin pflegt und unterstützt die Haar- und Hautgeneration, gerade jetzt im Winter eine wichtige Sache. Diese Alpaka-Produkte bieten zum Beispiel Daniela und Andreas Brückner auf ihrer Farm im kleinen Dorf Schrödershof und in ihrem Online-Shop an. Gern führen die Hobbyzüchter interessierte Besucher auch über ihren Hof mit den 20 flauschigen Tieren und beantworten Fragen, wenn unbeschwertes Reisen wieder möglich ist.

Die putzigen Wollnasen sind übrigens auch fabelhafte Therapietiere gegen Stress, Angst und Depressionen. Denn das sanfte, aber stolze Gemüt, die Gelassenheit und Ruhe dieser Geschöpfe wirken heilend auf unseren Körper und unsere Seele. Gemütlich wandern mit einem Seelenschmeichler, füttern und streicheln tun einfach Wunder!

Alpakas vom Schrödershof
Familie Brückner

Schrödershof 12
17168 Jördenstorf


Aktuelle Informationen zu Reisen mit der Bahn:

Aktuelle Informationen zum Tourismus in MV:

Weitere Freizeittipps

In der Sanddornmanufaktur Ludwigslust werden sie gelüftet

Die Geheimnisse der "Zitrone des Nordens"

Superbeere, Powerfrucht, Vitaminbombe, Lebenselixier: große Worte für kleine orangefarbene Beeren an pikenden Zweigen: Sanddorn. Die Wildfrucht hat es wahrlich in sich. Ihr extrem hoher Vitamin-C-Gehalt stärkt das Immunsystem und fördert die Bildung von Bindegewebe. Neun weitere Vitamine und Mineralstoffe des Sanddorns tun unserem Körper richtig gut. Schon der berühmte Dschingis Khan wusste um die Heilkraft des kostbaren Öls und steckte seinen Reitern immer ein Fläschchen in die Satteltasche.

Seit 40 Jahren wird das Vitaminwunder auf Plantagen um Ludwigslust angepflanzt, übrigens das größte und obendrein älteste biologische Anbaugebiet Deutschlands. Aus den Früchten zaubert der Sanddorn-Betrieb Storchennest in der Orangerie des Schlossparks Ludwigslust die tollsten Produkte: Säfte, Tees, Aufstriche, Liköre, Kosmetik, ja selbst köstlich-scharfen Senf und Naschereien wie Bonbons und Gummibärchen. Die gesunden Muntermacher erhalten Sie im Hofladen oder Sie gehen online shoppen.

Eine kleine Ausstellung lüftet schließlich die Geheimnisse rund um den Sanddorn. Wussten Sie zum Beispiel, dass die Beeren samt Ästen zur Erntezeit im August und September einfach abgeschnitten und bei minus 80 Grad schockgefrostet werden? So lassen sich die kostbaren Früchte gut abstreifen und schonend verarbeiten, damit die wertvollen Wirkstoffe erhalten bleiben.

Genießen Sie jetzt in der kalten Jahreszeit einfach mal einen heißen Sanddorn-Saft. Schließlich enthält die "Zitrone des Nordens" bis zu sieben Mal mehr Vitamin C als die gelbe südländische Frucht.

Anreise
Die Regionalbahn-Linien RB 17 und RB 14 bringen Sie bequem nach Ludwigslust. Vom Bahnhof ist es nur ein Kilometer zu Fuß zur Sanddornmanufaktur Storchennest. Folgen Sie der John-Brinckman-Straße, sind Sie schon nach gut zehn Minuten am Hofladen.

Tipp
Möchten Sie noch mehr über Sanddorn und die Sanddornmanufaktur erfahren, dann hören Sie einfach mal rein in den unterhaltsamen Podcast "Treib gut! Entdecke MV mit Ingo & Alex" Folge 9 "Scheinwelt und Sanddornliebe in Ludwigslust".

Sanddorn Storchennest GmbH
Friedrich-Naumann-Allee 26
19288 Ludwigslust

Gartenmarkt mit Hofladen geöffnet:
Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr
Samstag 9 bis 13 Uhr

"Ingo & Alex" Folge 9 reinhören 03874 219 73 info@sanddorn-storchennest.de sanddorn-storchennest.de

Die Geschichte vom Weihnachtsbaum

"Früher war mehr Lametta"

Geht es auf Heiligabend zu, schmücken überall Tannenbäume mit bunten Lichtern, Kugeln, Engeln und mit Naschzeug die Zimmer und Plätze. Haben Sie beim Herausputzen Ihres Weihnachtsbaums schon einmal überlegt, woher dieser Brauch überhaupt stammt? Er hat seinen Ursprung in heidnischen Kulturen. Hier galten grüne Pflanzen seit jeher als Symbol der Fruchtbarkeit und des neuen Lebens. So stellten schon die Germanen Tannenzweige vor ihre Hütten. Wann genau der erste Weihnachtsbaum aber nun geschmückt wurde, lässt sich nicht mehr eindeutig belegen.

Bereits im Jahre 1419 sollen Bäcker aus Freiburg im Breisgau einen Baum mit Lebkuchen, Äpfeln und Nüssen dekoriert haben. Belegt ist das aber nicht. In der Zunftchronik aus Bremen jedoch wurde niedergeschrieben, dass Handwerker anno 1597 einen Baum ausschmückten. Die ersten Kerzen erleuchteten im Jahr 1611 einen Tannenbaum – er stand im Schloss der Herzogin Dorothea Sibylle von Schlesien.

1774 taucht der Weihnachtsbaum dann auch in der Literatur auf: Kein Geringerer als Johann Wolfgang von Goethe lässt in den „Die Leiden des jungen Werthers“ seinen Protagonisten vor Weihnachten in einen "aufgeputzten Baum" blicken.

Die ersten Glaskugeln hingen dann 1830 am Baum – sie waren mundgeblasen und teuer. Das konnten sich anfangs nur reiche Leute leisten. Lametta, das glitzerndes Eis darstellen soll, kam ab 1878 in Mode. Auch wenn Loriot in seinem legendären Sketch „Weihnachten bei Hoppenstedts“ den Opa grummeln lässt: „Früher war mehr Lametta“, sind die Silberfäden in den meisten Familien mittlerweile völlig out.

Der beliebteste Weihnachtsbaum der Deutschen ist bekanntermaßen die Nordmanntanne, und das aus gutem Grund: Sie nadelt nicht so schnell und vor allem pieksen ihre Nadeln nicht. Aber auch Küstentanne, Fichten und Kiefern finden ihre Liebhaber.

Sie möchten einen ganz frischen Baum erwerben und das Aussuchen mit der Familie am liebsten mit einer kleinen Waldwanderung verbinden? Dann ist der Landesforst in MV genau das Richtige. Hier werden jedes Jahr über 23.000 Weihnachtsbäume angeboten, die meist auf Plantagen oder in dafür vorgesehenen Gattern wachsen. Zwar müssen das eigene Baumschlagen und die kleinen weihnachtlichen Märke in den Revieren in diesem Jahr aus bekannten Gründen fast überall ausfallen, aber raus in den Wald zu Tannenbaum und Co. lässt Sie bestimmt entschleunigen und bringt Sie in weihnachtliche Stimmung.

Landesforst Mecklenburg-Vorpommern
Tel. 03994-2350

www.wald-mv.de

Ein Haus voller Marzipan

Die Podcaster Ingo & Alex zu Besuch in der Stralsunder Marzipanmanufaktur

Persische Ärzte und vornehme Haremsdamen schwärmten bereits Ende des ersten Jahrtausends davon. Später erfreuten sich auch die europäischen Fürsten an der Nascherei aus Mandeln, Zucker und Rosenwasser. Heute kommt vielen als erstes das Lübecker Marzipan in den Sinn. Doch auch in Stralsund stellen Konditoren hochwertiges Marzipan in Handarbeit her. Die Podcaster Ingo und Alex haben es getestet.

Den Genießerrundgang von Ingo und Alex in Stralsund können Sie im Podcast "Treib gut! Entdecke MV mit Ingo & Alex" nachhören. Episode 8 führt unter anderem ins Marzipanhaus, in die Spielkartenfabrik, durch die Altstadt und auf die Gorch Fock.

Jetzt in Folge 8 reinhören

Die Geschichte des Adventskranzes

"Wann ist denn endlich Weihnachten?"

Am 29. November wird die erste Kerze am Adventskranz angezündet, er stimmt uns ein auf die Weihnachtszeit. Haben Sie sich schon einmal gefragt, woher dieser Brauch überhaupt kommt? Sie werden staunen! Erfunden hat den Adventskranz nämlich ein "Nordlicht", der evangelische Theologe und Lehrer Johann Hinrich Wichern (1808–1881) aus Hamburg.

Der sozial engagierte Theologe kümmerte sich im Rauhe Haus in Hamburg um die Bildung und Erziehung vernachlässigter Kinder, die hier in Gemeinschaft und Geborgenheit aufwachsen konnten. Es war das Jahr 1839, als die Kinder immer wieder wissen wollten, wann denn nun endlich Weihnachten sei. Um die Frage nicht ständig beantworten zu müssen, bastelte Wichern eine Art Adventskalender. Er nahm ein Wagenrad, befestigte dicke Kerzen für die vier Adventssonntage darauf und für jeden anderen Tag bis zum 24. Dezember eine weitere, kleinere Kerze. Je nachdem, welcher Wochentag Weihnachten ist, sind das von Jahr zu Jahr unterschiedlich viele Tage: Nur 22 Tage sind es, fällt Heiligabend auf den 4. Advent, aber immerhin 28 Tage, wird Weihnachten am Samstag nach dem 4. Advent gefeiert. 1839 waren es 23 und jeden Tag wurde nun eine neue Kerze angezündet. So wussten die Kinder Bescheid und lernten obendrein noch zählen.

Erst über 20 Jahre später wurden die hölzernen Kerzenkränze mit Tannengrün geschmückt. Im Laufe der Zeit blieben von der Kerzenpracht jedoch nur der Tannenkranz mit den vier Kerzen für die Adventssonntage übrig. Fast wäre der Adventskranz von Johann Hinrich Wichern in Vergessenheit geraten, bis sich anlässlich des 200. Geburtstages des Theologen der Greifswalder Bootsbauer Robert Schneider an das Original erinnerte. Einst selbst Schüler der Wichernschule in Hamburg, entwickelte er in Anlehnung an den ersten Adventskranz seine eigene Version.


So baute Robert Schneider den Wichern-Adventskranz nach
Seit zwölf Jahren stellt er den Adventskranz-Kalender in Handarbeit her, denn ab und an fragen Kirchengemeinden und Interessierte danach. Ja selbst Nachkommen der Familie Wichern haben sich schon bei ihm gemeldet. Nur in diesem Jahr hat der 50-Jährige mit der Fertigung mal ausgesetzt. "Wer solch ein Original haben möchte, braucht schon einen großen Raum, denn der Adventskranz hat einen Durchmesser von 55 Zentimetern", erzählt Robert Schneider. "Recht warm wird es auch, wenn alle Kerzen brennen." Und was passiert, wenn zwischen 1. Advent und Weihnachten weniger Tage liegen? "Dann nimmt man einfach die überschüssigen Kerzenhalter vom Kranz. In diesem Jahr sind es übrigens 26 Tage, also 26 Kerzen bis Heiligabend.“

Bootsbauer Robert Schneider (Mail)

Lichtblicke für zuhause

In der Kerzenscheune Rövershagen können Besucher eigene Kerzen ziehen und gießen

Werden die Tage kühler und kürzer, schenken uns Kerzen Wärme und Licht. Schon vor gut 5.000 Jahren nutzten die Menschen Stroh, Hanf oder Schilfrohr als Dochte, die sie in Talg tauchten und anzündeten. War dieses Licht einst lebensnotwendig, zaubert uns der Kerzenschein heute eine gemütliche, besinnliche, ja romantische Atmosphäre. Und wenn die Kerze dann auch noch selbst gezogen oder gestaltet wurde, ist es noch schöner.

Wer in die Kerzenwelt eintauchen möchte, kann das zum Beispiel in der Kerzenscheune Rövershagen. Seit 1998 stellt Ina Behm mit ihrem Team hier in guter, alter Handwerkstradition Kerzen aus hochwertigen Rohstoffen in zig Formen und Farben her und lädt Besucher ein, es selbst auszuprobieren. "Der Begriff Kerzenziehen stimmt eigentlich nicht", wirft die Kerzenexpertin ein. "Denn der Docht wird solange in heißes Wachs getaucht, bis die Kerze die gewünschte Dicke hat." Dann kann jeder seine Kerzen mit einfachen Mustern verzieren. "Wir haben sogar Stammgäste, die jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit vorbeikommen, um 40 Kerzen als ganz individuelle Geschenke selbst zu gestalten", freut sich die Rostockerin. Damit kann man hier täglich außer dienstags von 10 bis 16.30 Uhr beginnen, zurzeit jedoch nur nach telefonischer Anmeldung. Etwa eine Stunde sollten Besucher für das Kerzenmachen einplanen, danach müssen die Kerzen noch abkühlen.

Die Stumpen-, Kugel- und Kegelkerzen dagegen werden in Formen gegossen und nicht wie anderenorts gepresst. "Solche Industrie-Kerzen sind zwar preiswerter, sie sind aber auch viel leichter und brennen nicht so lange", weiß Ina Behm. Ständig ist sie auf der Suche nach neuen, ausgefallenen Formen. Ob Messbecher, Trinkglas oder Vase, überall holt sie sich Inspirationen für ihre Kreationen. Besonders stolz ist die Kunsthandwerkerin auf ihre ungewöhnlichen, aber auch komplizierten Kerzen für Kreuzfahrtschiffe. Statt einem Docht brennen hier zwar nur ganz unromantisch LEDs und trotzdem duften diese Kerzen stilecht nach Kerzenwachs und sorgen in den Schiffen für das richtige Flair, und zwar brandsicher. Ina Behms größte Kerze war übrigens eine Spezialanfertigung von stolzen 1,20 Metern Höhe und 15 Zentimetern Durchmesser.

Über 13.000 Kerzen präsentiert die Scheune, auch im Onlineverkauf, von stilvoll bis rustikal, vom edlen Weiß bis zu den beliebten Weihnachtsfarben dunkelrot und dunkelgrün. Und manche Kerze finden die Besucher so zauberhaft schön, dass ihr wohl nie ein Licht angeht.

Anreise
Die Regionalbahn RB 12 hält am Bahnhof Rövershagen. Von hier führen die Rostocker Straße und die Straße am Kirchturm zur Graal-Müritzer-Straße. Immer geradeaus geht es durch den Ort und dann auf dem straßenbegleitenden Radweg eine gute halbe Stunde zu Fuß direkt zur Kerzenscheune. Die Buslinie 118 nach Graal Müritz fährt stündlich ab der Haltestelle an der Feuerwehr Graal-Müritzer-Straße und hält im Ort Niederhagen. Von hier sind es nur 700 Meter Fußweg zur Scheune.

Kerzenscheune Rövershagen
Niederhagen 10
18182 Rövershagen

038202 29979 kerzenscheune.com kerzenscheuneonline.com

Der Schokoladenmann

Ein traditionelles Handwerk versüßt die Zeit

Er hat den coolsten Job der Welt. Ullrich Deprie ist Schokoladenmann! Mit seinen 25 Mitarbeiterinnen stellt er die köstlichsten Pralinen und Schokoladen zum größten Teil in Handarbeit her. Gut 700.000 Trüffel und 60.000 Schokoladenhohlkörper produziert die Schokoladerie de Prie in Rostock pro Jahr, nach allen Regeln der traditionellen Kakaokunst. Erzeuger aus Südamerika liefern die Kakaobohnen, die dann von Hand verlesen, gereinigt, schonend geröstet und mit Zucker zermahlen werden. Vier Wochen lässt Ullrich Deprie der Kakaomasse Zeit, ihre Aromen zu entfalten.

Wie aber kommt man auf solche verrückten Einfälle, Trüffel-Pralinen mit Feige-Ingwer, Apfel-Steinpilz und Curry-Kokos-Banane oder ein Ostsee-Fischbrötchen aus Marzipan mit Schokofisch zu kreieren? "Das sind meist Kundenwünsche und Vorschläge der Mitarbeiterinnen", erzählt er. "Da kam tatsächlich mal ein Pärchen mit einem Fischbrötchen in der Hand in den Laden, sehr zum Ärger der Verkäuferin. Haben Sie eine Alternative, fragte das Paar. Schwups, war die Idee mit dem süßen Pendant geboren, das heute ein Renner ist."

Aufräumen möchte Ullrich Deprie unbedingt mit dem Mythos, vor allem Frauen seien die wahren Schokoladenversteher und -vernascher: "Mehr als 40 Prozent der Teilnehmer unserer Schokoladen-Kurse sind Männer!" Das Schokolademachen hat der einstige Seefahrer und Marketingmensch bereits vor 15 Jahren für sich entdeckt. "Die Schokolade in den Supermärkten war mir oft zu süß. Da fehlten die Aromen und das wunderbare Schmelzen im Mund." Und welche ist seine Lieblingsschokolade? "Eigentlich habe ich gar keine. Ich finde es immer wieder spannend, neu zu kombinieren, auszuprobieren, was geht, wie aktuell die Praline mit Pfefferminzlikör nach einer DDR-Rezeptur."

Ein Renner: das süße Ostsee-Fischbrötchen
Beim Schokoladenmann gibt es jetzt sogar Weihnachtsmänner mit Mundschutz. "Handwerk kann auf aktuelle Situationen eben schnell reagieren. Diese Weihnachtsmänner haben wir erst im Oktober gegossen und gestaltet. In diesen Zeiten tuen ein zart schmelzendes Stück Schokolade und ein Augenzwinkern einfach gut."

Anreise
Die Regional-Express-Linien RE1 und RE5 sowie die S-Bahn bringen Sie nach Rostock Hbf. Eine knappe halbe Stunde (2,2 km) benötigen Sie zu Fuß zum Warnowufer am Rostocker Hafen. Sie laufen über Goethestraße, Am Vögenteich, Doberaner und Friedrichstraße oder nehmen die Straßenbahn bis Doberaner Platz.

Tipp:
Möchten Sie noch mehr über Schokolade und ihre Macher erfahren, dann hören Sie doch mal rein in den Podcast "Treib gut! Entdecke MV mit Ingo & Alex". In der Episode 5 geht’s um die "Pötte-Tour" und Pralinenpracht in Rostock.

schokoladerie-shop.com Jetzt beim Podcast reinhören

Neue Attraktion im Miniatur Wunderland Hamburg: die Kirmes

Hau den Lukas!

Aufgeregt sitzen Mutige im Power Tower und warten gebannt auf den freien Fall. Zwei Männer machen sich am "Hau den Lukas!" zu schaffen, ein Eisverkäufer schiebt seinen Wagen durch das rege Treiben, während sich das Riesenrad unaufhörlich dreht. Vor den großen Fahr-Attraktionen und den kleinen Buden mit Losen und Naschereien drängen sich die Besucher in den Gassen. Wo finden Sie das noch in diesen Zeiten? Im Miniatur Wunderland Hamburg in der Speicherstadt zwischen Binnenalster und Elbharmonie!

In der Miniaturausstellung präsentiert die neue Kirmes den staunenden Besuchern auf acht Quadratmetern wahre Wunder. Wohin bloß zuerst schauen? Jeder Zentimeter zeigt neue, überraschende Bilder, liebevoll inszeniert. Die Anlage ist mini, die Fakten sind maxi: 9.000 Wunderländer flanieren vorbei an 150 bunten Buden und Fahrgeschäften der Kirmes. 60 Motoren steuern die Bewegungen, 250 sind gleichzeitig möglich. Rund 24.500 Stunden tüftelten Modellbauer und Techniker an den Details. Und das Beste ist, zwölf Knöpfe können Sie selbst drücken, um die Wilde Maus oder die Autoscooter zu starten.

Wanderweg am Schweriner See
Seit mittlerweile 19 Jahren gibt es das Miniatur Wunderland Hamburg mit der größten Modelleisenbahnanlage der Welt bereits. Die Zwillingsbrüder Frederik und Gerrit Braun hatten sich damit einen Traum erfüllt – und ahnten wohl kaum, dass ihre Miniaturwelt einmal zu den beliebtesten Touristenzielen Deutschlands werden würde. Ständig sind die Macher am Planen, Basteln, Bauen und Installieren. Demnächst wird das Fürstentum Monaco en miniature die neun Modellbau-Welten bereichern.

Am spektakulärsten ist die größte kleinste Kirmes der Welt übrigens, wenn die Beleuchtung ausgeht. Dann tauchen rund 100.000 LEDs das Volksfestspektakel in ein faszinierendes Licht. Und geben den Ausstellungsbesuchern die Vorfreude mit auf den Heimweg auf eine bunte, unbeschwerte und fröhliche Zeit.


Anreise
Der Regional-Express RE1 bringt Sie bequem nach Hamburg. Vom Hauptbahnhof sind es keine zwei Kilometer zu Fuß zum Miniatur Wunderland. Sie laufen über die Spitaler Straße, Lange Mühren, Johanniswall, Burchardtstraße und Pumpen zum U-Bahnhof Meßberg. Hier unterqueren Sie die Willy-Brandt-Straße und spazieren nun direkt am Ufer des Zollkanals entlang. Die Brooksbrücke bringt Sie in die Speicherstadt.


Miniatur Wunderland Hamburg
Kehrwieder 2 Block D
20457 Hamburg-Speicherstadt

Öffnungszeiten:
täglich in der Regel 9 bis 18 Uhr

Aufgrund behördlicher Anordnungen ist das Wunderland vom 2. bis 30. November 2020 geschlossen. Tickets für einen Besuch ab dem 1. Dezember 2020 sind weiterhin buchbar.

miniatur-wunderland.de

Bad Kleinen: eine Wanderung am Schweriner See

Eiertunnel und Schwedenschanze

Dieser Herbstausflug nach Bad Kleinen führt zum Schweriner See, zu geheimnisvollen Erdwällen im Wald und zum kulinarischen Finale mit Seeblick. Die rund sieben Kilometer lange Wanderung bei klarer Seeluft und mit schöner Sicht über das Wasser macht den Kopf frei und offenbart Kleinode am Wegesrand.

Schon beim kurzen Weg vom Bahnhof hinunter zum See passieren Sie ein Wahrzeichen von Bad Kleinen: den Eiertunnel. Seinen amüsanten Namen verdankt der 27,2 Meter lange Tunnel unter den Bahnanlagen dem eiförmigen Querschnitt. Vor über hundert Jahren aus Ziegelsteinen erbaut, ist er heute ein technisches Denkmal. Und dann liegt er vor Ihnen, der Schweriner See mit der Insel Lieps.

Halten Sie sich linker Hand und laufen Sie auf dem Uferweg, vorbei an der Badestelle, dem Restaurant Seeblick, der Marina und der Wochenendsiedlung, hoch in den Wald. Unterwegs erzählen Schautafeln Geschichten und Sagen für große und kleine Spaziergänger. Auf halbem Weg zwischen Bad Kleinen und Hohen Viecheln stoßen Sie auf die Reste der "Schwedenschanze". Eine Tafel informiert über diesen historischen Ort, der im Dreißigjährigen Krieg Schauplatz von Kämpfen war: 1638 wurde an dieser Stelle, auf der Handelsroute zwischen Wismar und Schwerin, eine Bastion aus Erdwällen errichtet, die sich strahlenförmig ausbreiteten.

Stellen Sie sich einfach mal vor, wie sich Soldaten damals schwedischen Marodeuren entgegenstellten, um die Händler zu schützen. Oder wie die Wächter in einfachen Holzhütten mitten im Wald hausten. Damit die historische Anlage wieder gut zu erkennen ist, wurde die Schanze ausgeholzt. So bietet sie von den Rastbänken einen herrlichen Blick hinunter auf den Schweriner See.

Wanderweg am Schweriner See
Auf gleichem Weg geht es dann wieder zurück. Im Restaurant Seeblick, das Sie schon auf dem Hinweg passiert haben, krönen Sie die Tour nun mit einem leckeren Gericht mit Pasta oder Salat.

Anreise
Die Regional-Express-Linien RE1 und RE4 sowie die Regionalbahnen RB 17 und 18 bringen Sie bequem nach Bad Kleinen. Vom neu gestalteten Bahnhofsvorplatz laufen Sie auf der Gallenthiner Chaussee linker Hand entlang zu einem Fußweg, der Sie zum historischen Eiertunnel und dem Uferweg bringt.

Restaurant Seeblick
Uferweg 24a
23996 Bad Kleinen

Geöffnet:
Nov. bis April
Mi bis So
11 bis 20.30 Uhr

038423 442 restaurantseeblick.de

Auf den Spuren des Malers Lyonel Feininger im Usedomer Achterland

Die Poesie der Landschaft

Er malte Boote und die See, Himmel und Hügel und immer wieder die Kirche in Benz: Lyonel Feininger (1871–1956). Der deutsch-amerikanische Maler liebte nicht nur die Insel Usedom, die er zwischen 1908 und 1918 mehrfach besuchte. Er war auch ein leidenschaftlicher Radfahrer. Mit dem immer neuesten Rennradmodell, mit Stift und Skizzenblock erkundete er die Insel. Seine Werke hängen in Museen weltweit. Dort, wo er seine Motive fand, verbindet heute der 56 Kilometer lange Feininger-Radrundweg die großen Ostseebäder mit den kleinen Orten im ruhigeren, naturbelassenen Achterland.

Hierhin führt eine gut zu schaffende Etappe, ein Rundkurs von ca. 28 Kilometern, der an schönen Herbsttagen faszinierende Bilder zaubert. Folgen Sie in Bansin einfach den weißen Schildern mit blauer Schrift in Richtung Südwesten. Sie kommen vorbei am Krückenberg mit dem hölzernen Aussichtsturm, der gleich sieben Seen in den Blick rückt, darunter Achterwasser und natürlich die Ostsee. In Benz finden Sie Feiningers bekanntestes Motiv seiner Usedom-Zeit: die St. Petri Kirche. Auch die Holländerwindmühle von 1821 stellte er dar, die Sie heute komplett saniert auf dem Mühlenberg vorfinden. Feiningers detaillierte Zeichnung half sogar bei der Wiederherstellung der Flügel und der Windrose.

Das KunstHaus Usedom in Neppermin
Mehrere Plätze skizzierte er auch in Neppermin, das sich heute mit Uferpromenade, Seebrücke und Aussichtsturm am Nepperminer See schmückt. Im Ort können Sie leckere Fischgerichte und die Poesie der Landschaft genießen, bevor Sie ein Stückchen weiterradeln zum Nepperminer KunstHaus Usedom. Hier zeigen Berliner und Usedomer Künstler ihre Werke. Dann erwartet Sie das letzte Highlight der Tour: das malerisch gelegene Wasserschloss Mellenthin aus dem Jahre 1575, das Gastronomie, Brauerei und Kaffeerösterei bietet, und die Kirche. "Mellenthin" stammt übrigens aus dem Slawischen und bedeutet "Mittelpunkt". Und genau dort sind Sie auch: im Mittelpunkt der Insel Usedom!

Anreise
Die Regionalbahn RB 23, die Usedomer Bäderbahn, bringt Sie bequem zum Bahnhof Bansin Seebad. Nur rund 700 Meter sind es zu Fuß zu einem Radverleih. Reisen Sie mit dem eigenen Fahrrad an, beachten Sie bitte die Regelungen zur Fahrradmitnahme im Nahverkehr.

Radverleih Mietrad Usedom
Seestraße 59
17429 Bansin

Geöffnet: 9 bis 14 Uhr und ab 18 Uhr
Eine Reservierung wird empfohlen.

0151 50567734 Zentrale: 0151 58112345

In den Herbstferien geht’s zur Mecklenburgischen Seenplatte

Adlersafari und Unterwasserwelt

Vom 17. bis 25. Oktober 2020, in der Zeit, in der viele Länder Herbstferien haben, wird es bunt in der Mecklenburgischen Seenplatte: Akteure vor Ort haben sich jede Menge ausgedacht, damit Eltern und Großeltern mit den Kids in der Ferienzeit viel erleben und erfahren können: Mit der Gästekarte "Seenplatte rundum" können Urlauber, die länger bleiben, bei der Herbstferien-Aktion kostenfrei mit den Bussen des öffentlichen Nahverkehrs die Region erkunden.

Ob Urlauber oder auch Tagesgast, ein attraktives Ziel für die Herbstferien ist Waren (Müritz): Im Warener Stadthafen lichtet die Blau-Weiße-Flotte die Anker zur schönen Drei-Seen-Tour zu Müritz, Reecksee mit dem Eldekanal und Kölpinsee. Das Stadtgeschichtliche Museum am Neuen Markt (geöffnet Montag bis Freitag 9 bis 16 Uhr, Samstag/Sonntag 14 bis 17 Uhr) zeigt, wie die Warener früher lebten, arbeiteten und sich amüsierten. Immer ein Erlebnis für die ganze Familie ist das Müritzeum mit seiner faszinierenden Unterwasserwelt.

Wildnis-Forscherstation in der Nationalpark-Information Federow
Oder Sie fahren mit dem Bus der Nationalparklinie von Waren nach Federow zur Information des Müritz-Nationalparks. Hier erwartet während der Herbstferien-Aktion eine Wildnis-Forscherstation große und kleine Besucher, um die Natur zu erkunden. Nationalpark-Ranger erklären die Wildnis und gehen mit den Kids auf Entdeckertour. Die Herbstferien können kommen!

Anreise
Der Regional-Express RE5 bringt Sie bequem nach Waren (Müritz). Vom Bahnhof sind es keine 15 Minuten zu Fuß auf der Bahnhofstraße, Herrenseebrücke und Zur Steinmole zum Müritzeum und von dort 12 Minuten auf der Strandstraße zum Stadthafen.

Tipp:

Gleich am ersten Ferienwochenende, dem 17. und 18. Oktober, lockt obendrein die Aktion "48 Stunden Mecklenburgische Seenplatte" in die Region. Auch Waren (Müritz) präsentiert sich mit besonderen Angeboten und vielen Rabatten: So geht es am Samstag in der Nationalpark-Information Federow auf Adlersafari. Tickets für die Drei-Seen-Tour vom Stadthafen um 10, 12, 13.15 und 14.15 Uhr gibt es für Urlauber mit Gästekarte für 12 statt für 18 Euro. Und im Stadtgeschichtlichen Museum haben sie sogar freien Eintritt.

1000seen.de/herbst

Der Herbstferien-Tipp für Familien: das Slawendorf Neustrelitz

Schnitzen und schmieden wie die Slawen

Wie lebten wohl unsere Vorfahren vor 1.000 Jahren? Wie sahen ihre Hütten aus? Welches Handwerk beherrschten sie und wovon ernährten sie sich? Um in die Siedlungsgeschichte einzutauchen, müssen Sie nicht dicke Bücher wälzen oder googeln: im Slawendorf Neustrelitz sehen und erleben Sie es hautnah! Direkt am schönen Zierker See stehen Lehm- und Holzhütten, wie sie die Slawen einst bauten: ein Fischerhaus, die Schmiede, das Backhaus, sechs Wohnbauten.

Die Hütten sind aber alles andere als ein Museum. Hier wird altes Handwerk neu belebt. Jeder kann mitmachen und selbst gestalten. Gehen Sie also mit Ihren Kids auf Zeitreise. Es ist spannend, mit einer großen Perle das "magische Auge" zu filzen oder zu lernen, wie so ein Weidenkorb geflochten wird. Sie können Figuren töpfern oder im heißen Schmiedefeuer einen Nagel schmieden, der Glück bringen soll. Kids schnitzen ihr eigenes Holzschwert und gestalten Schmuck aus Speckstein. Natürlich gibt’s auch was gegen den Hunger: Deftiges vom Grill und Grünes vom Feld. Extra zu den Herbstferien lodert im Slawendorf ein Lagerfeuer zum Knüppelkuchenbacken. Auch der Lehmbackofen wird angeheizt für herrlich duftendes, knuspriges Brot.

Knochenschnitzer Baina Graftu und die Färberin Norhni im Slawendorf Neustrelitz
Wer mehr wissen möchte über die Slawen, die vom 7. bis Mitte des 12. Jahrhunderts in Mecklenburg-Vorpommern siedelten, schaut in die Kulthalle. Einst versammelten sich hier die Slawen, um ihre Gottheit Swantewit zu verehren und ihr Opfer zu bringen. Den besten Überblick über das Slawendorf und den schönsten Blick auf den Zierker See bekommen Sie übrigens vom 12 Meter hohen Wachturm.

Anreise
Der Regional-Express RE5 bringt Sie bequem nach Neustrelitz. Vom Hauptbahnhof sind es rund 2,5 Kilometer zu Fuß zum Slawendorf. Von der Marienstraße gelangen Sie zur Tiergartenstraße, der Sie bis zum Schlossplatz folgen. Die Kastanienallee und der Weg durch eine Kleingartenanlage bringen Sie zum Eingang des Slawendorfes.

Tipp
Am 24. Oktober lädt das Slawendorf Neustrelitz von 10 bis 18 Uhr zum Mittelaltermarkt ein, getreu dem Motto: "Um der Plage zu trotzen! Bevorratet Euch für den Winter!" Es gibt Handwerk und Handel, Skaldenvortrag und Markttreiben, ermäßigten Eintritt für alle und ein Anti-Plagen-Elixier, ein Getränk gratis.

Slawendorf Neustrelitz
Franzosensteg
17235 Neustrelitz

Geöffnet bis 31. Oktober 2020
Montag bis Freitag
10 bis 16 Uhr
Einlass bis 15 Uhr

03981 237545 slawendorf-neustrelitz.de

Ein Besuch in Greifswald zur Aktion KUNST HEUTE

Hopping im Zeichen der Kunst

Einen Blick hinter die Kulissen der Kunstwelt werfen, mit Künstlern ins Gespräch kommen: An 116 unterschiedlichen Orten können Sie auf Ihrer Entdeckungstour sehen und schauen, was Mecklenburg-Vorpommern künstlerisch so alles bewirkt.

Vom 3. bis 11. Oktober öffnen etablierte Kunstorte im ganzen Bundesland ihre Pforten für zeitgenössische Kunst und bieten in ganz besonderen Aktionen und Veranstaltungen das hautnahe Erleben von Künstlern und Werk. Neben traditionellen Ausstellungen erleben Sie Führungen, Kunstaktionen und Gesprächsrunden in Künstlerateliers, Galerien, Museen und Kunstvereinen. Erstmalig ist in diesem Jahr auch die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland dabei und wird unter ehrwürdigen Kirchendächern Spannungsfelder zur künstlerischen Modernität schaffen. "Ich war sehr überrascht in diesen besonderen Zeiten, dass wir in diesem Jahr deutlich mehr Künstler und ihre Arbeiten präsentieren können", so Thomas Häntzschel, Projektleiter der Aktion.

Fünf verschiedene Kunstorte können Sie bei einem Ausflug nach Greifswald besuchen: So zeigt das Soziokulturelle Zentrum St. Spiritus gleich eine ganze Reihe von Künstlern, die sich unter dem Titel "Lieblingsstück" mit der nordöstlich von Greifswald liegenden Insel Vilm auseinandersetzen. Das Bild "Ostseeküste auf der Insel Vilm", das Friedrich Preller der Jüngere 1888 auf die Leinwand brachte, bildet Grundlage und Ausgangspunkt der vielfältigen künstlerischen Auseinandersetzung. Kunst in Kunst erleben Sie im Kunstkubus CUBIC, der auf dem Karl-Marx-Platz steht und von außen einsehbar ist. Hier zeigen wechselnde Ausstellungen und Präsentationen regionale und überregionale Künstler. Oder Sie begegnen den Arbeiten von Vanessa Henn, die in der Galerie Schwarz ausstellt. Es gibt viel zu entdecken in der Universitäts- und Hansestadt.

Anreise
Mit der Regional-Express-Linie RE3 kommen Sie bequem nach Greifswald. Entweder Sie erschließen sich Ihre künstlerischen Entdeckungen zu Fuß oder aber Sie steigen aufs Rad. Gleich am Bahnhof befindet sich der Fahrrad-Verleih UsedomRad.

vorpommern.de urlaub-am-stettiner-haff.de Übersicht aller beteiligten Künstler und Ausstellungsorte

Boddenkieken in Barth

Kraniche und Kunst in der Vineta-Stadt

Ein Bummel durch die Vineta-Stadt Barth lohnt sich im Herbst doppelt: Dann können Sie nicht nur prächtige Kaufmannshäuser und Fachwerkbauten bewundern und Kunst genießen, sondern obendrein tausende Kraniche beobachten, die am Barther Bodden rasten - ein faszinierendes Naturschauspiel!

Der Weg zum Wandergebiet Borgwall/Fuchsberge, wo Sie die Kraniche im Blick haben, führt Sie geradewegs durchs Stadtzentrum von Barth: Sie kommen vorbei an der Galerie "kunstvoll" in der Sundischen Straße, die 850 Werke von 65 Künstlern der Region zeigt, über die Flaniermeile Lange Straße, zum Vineta-Museum und dem Marktplatz mit historischem Springbrunnen und der Kirche St. Marien. Sehenswert ist auch das Adlige Fräuleinstift, eine barocke Anlage, die heute für betreutes Wohnen genutzt wird.

Am Hafen mit seinen sanierten Kornspeichern schauen Sie dem maritimen Treiben zu und genießen Regionales in einer der Gaststätten. Vorbei am Windjammer-Museum mit Kunstwerken dieser beeindruckenden Großsegler laufen Sie weiter zum Borgwall. Hier haben Sie einen wunderbaren Blick auf den Bodden und die Inseln Große Kirr und Oie. Dort machen die Vögel des Glücks bis Ende Oktober Station, um sich für den Weiterflug zu stärken. Ab etwa 17 Uhr können Sie die Kraniche bei ihrer Ankunft in die Schlafgewässer erleben: Erst sind sie nur zu hören. Mit lautem Trompeten fliegen die Vögel dann ein und die Luft beginnt zu schwingen, bis sie zu Tausenden im seichten Wasser landen. Dieses Spektakel ist atemberaubend, also das Fernglas nicht vergessen!

Bleibt die Frage, warum sich Barth Vineta-Stadt nennt. Die sagenumwobene Kaufmannsstadt Vineta soll eigentlich vor der Insel Usedom versunken sein. Doch zwei Berliner Wissenschaftler kamen zu dem Schluss, Vineta ruhe hier im Barther Bodden.

Tipp
Wer über Nacht in Barth bleibt, kann mit der Reederei Poschke auf Kranichtour gehen: Jeden Dienstag und Donnerstag im September und Oktober startet um 17 Uhr ein Schiff im Hafen zu einer vierstündigen Tour zum abendlichen Einflug der Kraniche auf die Vogelschutzinseln.

Anreise

Nach Barth kommen Sie mit der Regionalbahn-Linie RB25. Vom Bahnhof Barth laufen Sie auf der Bahnhofstraße in die Sundische Straße und am Kreisel auf der Langen Straße direkt ins Zentrum.

Touristinformation der Stadt Barth
18356 Barth

038231 2464 stadt-barth.de

Unterwegs auf der Trebel ab Demmin

Auf dem Floß gehen die Uhren langsamer

Sich ausklinken, aufs Floß steigen und losfahren - nichts als wild bewachsene Ufer und den Fluss im Blick. Sich gemächlich treiben lassen, dem Flügelschlag der Reiher lauschen, mit Glück einen flinken Eisvogel sehen oder einen Kirchturm in der Ferne. Klingt gut? Dann räumen Sie einen Platz in Ihrem Terminkalender frei und fahren Sie nach Demmin.

Nahe der Hansestadt mitten auf dem Land in Mecklenburg-Vorpommern treffen sich Peene, Tollense und Trebel. Diese Flüsse können Sie mit den "Driftholts" von Holger Voshage erkunden. Diese gemächlichen Flöße mit komfortablem Hausboot-Aufbau können Sie auch ohne Bootsführerschein selbst steuern, zum Beispiel vom Anleger in Demmin über die Trebel bis Nehringen. Schon nach wenigen Kilometern scheint sich die Zeit zu verlangsamen. Sie teilen sich den Fluss nur mit einigen Kanuten, stimmungsvollem Herbstnebel und den Wasservögeln, die hier nach Nahrung suchen.

Denn die Trebel markiert die alte Grenze zwischen Mecklenburg und Pommern und fließt zum Großteil durch Naturschutzgebiet. Felder wechseln sich mit Wiesen und Wäldchen ab, am Himmel kreisen Mäusebussarde, jetzt im Herbst trompeten die Kraniche, und der Biber ist fleißig am Werkeln. Ihr Ziel ist erreicht, wenn die hölzerne Klappbrücke von Nehringen auftaucht. Sie verbindet die Ufer schon seit 1911. Hier legen Sie je nach Planung eine Pause ein oder machen das Floß fest zum Übernachten. Auf der Rückfahrt nach Demmin spüren Sie es sicherlich: Natur macht gelassen und glücklich.

Anreise

Die Regional-Express-Linie RE5 hält am Bahnhof Demmin. Von dort sind es rund 2 Kilometer Fußweg durch den Ort bis zum Anleger an der Peene Marina am Ende der Nikolaistraße. Nach Vereinbarung holt Sie das Driftholt-Team auch vom Bahnhof Demmin ab.

Infos und Vermietung:
Driftholt Floß- und Kanuverleih

Bitte reservieren Sie Ihr Floß unbedingt vorab.

0175 5794382 flossverleih.de

Radtour ab Ueckermünde um den Neuwarper See

Grenzenlos am Stettiner Haff

Im Naturpark Am Stettiner Haff steht die Landschaft im Mittelpunkt: Heideflächen, Sandböden, Niedermoore und Mischwälder wechseln sich ab und bilden eine herrliche Kulisse für den herbstlichen Kranichflug. Der Naturpark lässt sich wunderbar auf einer Radtour ab Ueckermünde um den Neuwarper See erkunden - sogar mit Abstecher ins Nachbarland Polen.

Von Ueckermünde radeln Sie am Haff entlang bis Altwarp. Das alte Fischerdorf rühmt sich, den nordöstlichsten Hafen Deutschlands zu haben. Und dann noch so einen charmanten! Hier bekommen Sie ein frisches Fischbrötchen auf die Hand und besteigen mitsamt den Rädern den urigen Kutter Lütt Matten, der Sie ins polnische Neuwarp (Nowe Warpno) bringt. Im wohl kleinsten Ort Polens begegnen Sie auf dem Markt der Bronzestatue des Malers Hans Hartig (1873–1936), der wie so viele Künstler die Abgeschiedenheit schätzte.

Das Dörfchen Rieth am Neuwarper See ist stolz auf die nach eigenen Angaben kleinsten Heimatstube Mecklenburg-Vorpommerns. Sie zeigt Ihnen, wie das Leben vor rund 150 Jahren aussah, als man zum Beispiel noch den „Blaubeerkamm“ benutzte. Halten Sie auch am Aussichtsturm inne. Von hier aus haben Sie die Vogelschutzinsel Riether Werder im Blick. Dort treffen Fluss-Seeschwalben auf Turmfalken und Rotmilane auf Mäusebussarde. Immer wieder erklingt auch der Ruf der Kraniche, der Sie sicherlich auf Ihrer Rückfahrt nach Ueckermünde begleiten wird.

Anreise

Die Regional-Express-Linie RE4 bringt Sie zum Bahnhof Ueckermünde. Nur 100 Meter weiter liegt ein Fahrrad-Verleih, der Sie gern mit komfortablen Rädern für Ihre Tagestour ausstattet.

Tourismusverband Vorpommern e.V.
03834 891189

Fahrradverleih:
Fahrradstützpunkt Weber
Ueckerstr. 122
17373 Ueckermünde

Mo bis Sa; Reservierung vorab empfohlen
Tel.: 039771 59844

Kutter "Lütt Matten" bis 18. Oktober:
Mi bis So Altwarp-Neuwarp

Fahrplan und Reservierung unter:
0160 1847755

luett-matten-altwarp.de vorpommern.de urlaub-am-stettiner-haff.de

Reisen Sie mit dem eigenen Fahrrad an, beachten Sie bitte die Regelungen zur

Fahrradmitnahme im Nahverkehr.

Die Wasserskiseilbahn in Neubrandenburg sorgt für Kicks und Kino

Rasante Rider auf dem Reitbahnsee

Rasant mit den Wasserskiern über den See flitzen, dass es nur so spritzt, sich an Wind und Wasser berauschen - solche besonderen Momente erleben Sie mit der Wasserskiseilbahn auf dem Neubrandenburger Reitbahnsee. Seit mittlerweile 20 Jahren sorgt die Anlage auf dem 16 Hektar großen See im Norden der Vier-Tore-Stadt bei Ridern für Adrenalin-Kicks.

Eine Art Schlepplift in neun Metern Höhe zieht bis zu zehn Fahrer über den See. Rund 30 km/h schnell fahren die Rider übers Wasser. 845 Meter lang ist eine Runde. Wer mal das Gleichgewicht verliert und baden geht - bei der nächsten Runde klappt‘s bestimmt. Anfänger können hier auch Kurse buchen. Ganz Mutige wechseln vom traditionellen Wasserski zum trendigen Wakeboard. Die Profis unter ihnen fahren über die sechs Obstacles genannten Hindernisse auf der Strecke und zeigen ihre Sprungkünste. Das ist genauso spannend wie Kino!

Nehmen Sie also die ganze Familie mit, denn am Reitbahnsee findet jeder Erholung und Spaß: Hier gibt es auch einen Spielplatz, Liegewiese, Badestrand, Beachvolleyballfeld und ein Restaurant mit Sonnenterrasse. Knackige Salate, Vegetarisches und verschiedene Burger stillen den Hunger nach dem Sport und Spiel. Köstliche Waffeln und Eis krönen dann den Spätsommerausflug an den Neubrandenburger Reitbahnsee.

Anreise

Nach Neubrandenburg kommen Sie sehr bequem mit den Regional-Express-Linien RE4 und RE5. Am Bahnhof Neubrandenburg wenden Sie sich Richtung Busbahnhof. Hier führt eine Brücke über die Gleise. Immer geradeaus auf der Greifstraße, Fasanenstraße und Traberallee gelangen Sie zum Ufer des künstlich angelegten Reitbahnsees, der an die einstige Pferderennbahn erinnert. Linker Hand bringt Sie der Uferweg zur Wasserskianlage, die nur 1,8 Kilometer vom Bahnhof entfernt puren Wasserspaß bietet.

Wasserskiseilbahn Neubrandenburg

Reitbahnweg 90
17034 Neubrandenburg

0395 4216161 info@wasserski-seilbahn.de wasserski-seilbahn.de

Stadtpaddeln: Mit dem Kanu entlang der Altstadt

Rostock vom Wasser aus

Wechseln Sie die Perspektive und erkunden Sie Rostock einmal mit dem Kanu! Auf einer Stadtpaddel-Tour lernen Sie die Hansestadt vom Wasser aus kennen - von der einstigen Slawenburg "roztoc" über den russischen Eisbrecher "Stephan Jantzen" bis zu den Visionen für die Bundesgartenschau 2025.

Ronald und Sandra Kley von "Stadtpaddeln Rostock" führen ihre Gäste bereits in der sechsten Saison über Warnow und Unterwarnow an der Altstadt entlang. In Berlin stießen sie auf das Konzept "Paddeln plus Sightseeing" - und die Idee ließ die begeisterten Paddler nicht mehr los. "Gerade hier in Rostock lässt sich die Stadtentwicklung wunderbar vom Kanu aus nachvollziehen", erklärt Ronald Kley: "Wer genau hinschaut, erkennt so viel, von den Resten der alten Stadtbefestigung über die ursprünglichen drei Stadtkerne bis hin zur Industrialisierung und den neuesten Wohnvierteln."

Steigen Sie also in eines der Zweier-Kajaks, paddeln Sie in ihrem eigenen Tempo und lauschen Sie an markanten Treffpunkten den Anekdoten und Ausführungen Ihres Guides. Die Stadthafen-Tour führt je nach Wind und Gruppengröße in rund zwei Stunden von der Vorpommernbrücke um die Holzhalbinsel, zum Stadthafen und weiter zum Werftdreieck. Die Ausrüstung wird gestellt. Dank der Einweisung vorab in Paddeltechnik und Sicherheit sind auch unerfahrene Paddler hier gut aufgehoben. Dann geht`s los zur etwas anderen Stadtführung - garantiert ohne lahme Füße, dafür mit herrlich maritimen Ausblicken.

Anreise
Der Treffpunkt für die Touren liegt nur rund 300 Meter von der Straßenbahnhaltestelle Rostock Stadthafen entfernt. Die Regional-Express-Linien RE1 und RE5 oder die S-Bahn bringen Sie bis Rostock Hauptbahnhof, von dort nehmen Sie die Straßenbahnlinie 2 oder 3 bis zum Halt "Stadthafen".

Tipp
Besonders stimmungsvoll sind die abendlichen Mondscheinpaddeltouren – ideal, wenn Sie in Rostock und Umgebung übernachten.

Stadtpaddeln Rostock
18055 Rostock

0176 62001132 stadtpaddeln-rostock.de

Familienfreundliche Wanderung zur Burgwallinsel in Teterow

Ein toller Tag in Teterow

Badespaß und Fährfahrt, Stadtrundgang und Naturwanderung: Das alles können Sie in Teterow wunderbar kombinieren. Machen Sie sich dazu auf zur Burgwallinsel im Teterower See, wo sich vor über Tausend Jahren die ersten Slawen niederließen. Die UNESCO stufte deshalb die Insel als "Schützenswertes Kulturgut der Menschheit" ein. Dank der Abwechslung eignet sich der Ausflug auch sehr gut für Familien.

Nehmen Sie sich für den Weg unbedingt Zeit, sonst verpassen Sie eine Menge! Das fängt schon im Bahnhof an, wo die Teterower Kunstgalerie beheimatet ist. Reißen Sie sich los und spazieren Sie Richtung Stadtzentrum. Dort erzählt das Malchiner Tor mit dem Stadtmuseum vom Mittelalter. Am Hechtbrunnen vor der Kirche St. Peter und Paul biegen Sie ab zum Seeufer. Lauschige Bootshäuser schmiegen sich ans filmreif blaue Wasser, als hätte die ganze Szene nur auf Sie gewartet. Am NaturBad vorbei gelangen Sie zum Anleger gegenüber der Burgwallinsel.

Hinüber bringt Sie die Burgwallfähre, die heute elektrisch fährt. Die Insel ist ein kleines Urlaubsparadies für sich: Schmale Wanderwege führen zu Badestrand, Bootsverleih und Restaurant. Das Westufer steht teilweise unter Naturschutz, im Norden sind Reste der slawischen Wallanlagen zu erahnen. Nach Ihrem Rundgang nehmen Sie die Barkasse, die vom Restaurant stündlich zum NaturBad fährt. Hier lassen Sie den Tag auf der Liegewiese mit Seeblick ausklingen, während sich die Kids an den Spielgeräten und auf dem Beachvolleyballfeld austoben.

Anreise

Die Regional-Express-Linie RE4, die "Stadttore-Linie", bringt Sie zum Bahnhof Teterow. Der Weg durch die Altstadt und am Seeufer bis zum Fähranleger vor der Burgwallinsel ist rund 3,5 Kilometer lang, dabei sehr abwechslungsreich. Vom Anleger der Barkasse am NaturBad sind es 2,5 Kilometer zurück zum Bahnhof.

Tourist-Information
Östliche Ringstraße 105
17166 Bergringstadt Teterow

03996 172028 teterow.de/tourismus

Hinweis: NaturBad und Burgwallfähre bis Ende September täglich außer Montag.

Einmal rund um die Schweriner Schlossinsel

Eine Tretboot-Tour zum Träumen

Stellen Sie sich vor: Eine kleine Brise zaust Ihr Haar, Sie treten gleichmäßig in die Pedale und gleiten sanft mit dem Tretboot über den See. Stille begleitet Sie und ein prächtiges Märchenschloss mit Türmchen und Zinnen entzückt Ihr Auge. Diese glücklichen Momente erleben Sie bei einer Tretbootfahrt auf dem Schweriner See und dem Burgsee.

Dort, wo die Schweriner Ausflugsschiffe in See stechen, verleiht die Weisse Flotte auch fünf gelb-blaue Tretboote für diese Aktiv-Touren rund um die bezaubernde Schlossinsel. So lässt sich die einstige Residenz der mecklenburgischen Herzöge mit Fußkraft in einer knappen Stunde von allen Seiten bestaunen. Genießen Sie die Ruhe, denn Motorboote dürfen die beiden Brücken, die die Insel mit dem Festland verbinden, nicht passieren. Strampeln Sie entspannt über den See und Sie erleben eine überwältigende Kulisse.

Lassen Sie sich auf dem Burgsee westlich der Insel ruhig ein bisschen treiben und erfreuen Sie sich an der Schweriner Altstadtsilhouette mit dem Dom. Auf der anderen Seeseite erstreckt sich die schwimmende Wiese. Dieses rechteckige Landstück zwischen dem Burgsee und einem Graben war ein Highlight der Bundesgartenschau 2009 in Schwerin.

Sind Sie wieder an Land, laufen Sie zum Schloss, das heute den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern und das Schlossmuseum beherbergt. Lustwandeln Sie durch den Schlossgarten mit Orangerie, Grotte, Kolonnadenhof und der Liebesinsel, zu der eine entzückende kleine Brücke führt - und Sie entdecken ganz neue Sichten.

Anreise

Vom Schweriner Hauptbahnhof sind es nur rund 1,5 Kilometer zu Fuß durch die Altstadt zum Schweriner See. Der Weg führt über die Wismarsche und die Schloßstraße zum Tretbootverleih der Weissen Flotte.

Schloss Schwerin
Lennéstr. 1
19053 Schwerin

mv-schloesser.de

WEISSE FLOTTE
Fahrgastschifffahrt Schwerin GmbH
Werderstr. 140
19055 Schwerin

weisseflotteschwerin.de

Paddeltouren ab Kratzeburg im Müritz-Nationalpark

Im Kanu übers blaue Band der Havel

Im gemächlichen Rhythmus der Paddelschläge immer dem blauen Band der Havel folgen, ringsherum nichts als üppig bewachsene Ufer, warme Sonnenstrahlen und Vogelstimmen: Dieses kleine Glück fernab des Alltags finden Sie im Müritz-Nationalpark, zum Beispiel ab Kratzeburg.

Die Havel entspringt nur fünf Kilometer nördlich von hier und findet langsam zu sich, im typischen Wechselspiel von weiten Seen und schmalen, verwunschen wirkenden Verbindungswegen. Das Gebiet steht seit fast 30 Jahren unter Schutz, Motorboote sind verboten - das wissen gut 250 Vogelarten zu schätzen.

Fisch- und Seeadler, Reiher und Eisvögel kreuzen den Weg der Paddler. "Das ist wie eine zweite Welt, vollkommen anders als die Welt auf dem Land", meint Ingo Hecht vom Kanuverleih am Käbelicksee. "Unsere Gäste staunen oft, dass es so etwas in Deutschland überhaupt noch gibt, so viel Natur, so viel Wasser und so wenige Spuren von Menschen."

Und er muss es wissen, haben seine Eltern den Bootsverleih doch bereits vor 28 Jahren gegründet. Ob erfahrene Kanutin oder Einsteiger, nach der Einweisung in Paddeltechnik, Wegmarkierungen und Naturschutz finden Sie sich schnell zurecht. Vom Käbelicksee aus paddeln Sie dann so weit, wie die Armkraft reicht - vereinbaren Sie einfach vorher, wo Sie wieder abgeholt werden möchten. Immer wieder locken kleine Ausflüge an Land: in die Glasmanufaktur in Dalmsdorf, zur Stärkung in den Havelkrug Granzin oder zu Kaffee und Kuchen in den Töpferhof.

Anreise

Die Regional-Express-Linie RE5 bringt Sie nach Kratzeburg. Folgen Sie knapp 10 Minuten dem Ufer des Käbelicksees in westlicher Richtung, dann kommen Sie geradewegs zur Kanustation. Nach Vereinbarung ist auch ein Transfer zum Bahnhof möglich.

Kanu-Hecht
Dalmsdorf 5c
17237 Kratzeburg

Hinweis: Eine Reservierung vorab wird empfohlen!
Familie Hecht bietet außerdem geführte Kanu- und Wandertouren für kleine Gruppen im Müritz-Nationalpark an.

www.kanu-hecht.de

Neue Sonderausstellung zum Barlach-Jubiläumsjahr in Güstrow

Begegnung mit Barlach

Menschlichkeit und Ausdrucksstärke, die Begegnung mit dem Unbewussten, das Ikonenhafte des Alltags: Das zeichnet das Werk Ernst Barlachs (1870-1938) aus, der vor 150 Jahren in Wedel/Holstein zur Welt kam. Nach Stationen in Hamburg, Paris, Berlin und Florenz ließ sich der Bildhauer in Güstrow nieder. Schauen Sie dort in der neuen Sonderausstellung vorbei und kommen Sie einem der bedeutendsten Vertreter des deutschen Expressionismus näher.

Unter der Überschrift "Barlach im Alltag - Alltag bei Barlach" geht die aktuelle Sonderschau im Neubau neben seinem ehemaligen Atelier am Inselsee der Frage nach, welchen Einfluss ganz alltägliche Themen auf Barlachs Werk hatten und welche Rolle seine Kunst im Alltag der heutigen Zeit spielt. Sie entdecken anhand von Plastiken, Druckgrafiken und Zeichnungen, wie Barlach sich in seinem künstlerischen Tun mit seinen unmittelbaren Erfahrungen auseinandersetzte.

Daneben werden verblüffende Umdeutungen von Barlachs Werk vorgestellt, viele davon Leihgaben privater Haushalte. Darunter ein Kerzenleuchter in Anlehnung an den "Schwebenden", ein Osterei mit Barlach-Porträt und der "Flötenbläser" aus Marzipan. Was ist bloßes Souvenir, was gekonnte Aneignung? Wo verlaufen die Grenzen zwischen kommerzieller Nutzung und eigenständigem Original? Ihre Meinung dazu können Sie an der Kommentarwand hinterlassen.
Auch Ihr Ausstellungserlebnis können Sie teilen: Geben Sie Ihre genutzte Eintrittskarte an Freunde weiter, zahlen diese bei Vorlage an der Kasse nur den reduzierten Eintrittspreis.

Anreise

Vom Bahnhof Güstrow ist es ein knapp 5 Kilometer langer Fußweg durch die Stadt, vorbei am Residenzschloss und dem Dom mit Barlachs "Schwebendem", bis zum Inselsee und Barlachs Atelier. Oder Sie erkundigen sich nach den Fahrzeiten der Buslinie 252 bis Halt Güstrow, Barlach-Atelier-Haus (Montag bis Freitag).

Atelierhaus, Ausstellungsforum-Graphikkabinett
Sonderausstellung "Barlach im Alltag - Alltag bei Barlach" bis 27. September 2020

Heidberg 15
18273 Güstrow

Geöffnet
Di–So, 11–17 Uhr

03844 8917-92 ernst-barlach-stiftung.de

GüstrowTourismus

Franz-Parr-Platz 10
18273 Güstrow
guestrow-tourismus.de

Auf den Spuren damaliger und heutiger Künstler in Schwaan

Quicklebendige Künstlerkolonie

Am Ufer der Warnow, kurz vor Rostock, ist im Städtchen Schwaan bis heute die regionale Kunst höchst lebendig. Bereits Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte sich hier eine bedeutende Künstlerkolonie. Gleich drei gebürtige Schwaaner widmeten sich der noch neuen Disziplin der Malerei inmitten der Natur: Franz Bunke, Peter Paul Draewing und Rudolf Bartels, bekannt für seine Laternenkinder. Sie entdecken im Stadtbild so manche Spur der Maler von damals und begegnen im kunst.Park den Werken zeitgenössischer Kreativer.

Schon an der Warnowbrücke fällt Ihnen das erste Kunstwerk auf: Großflächig zeigt eine Hausfassade eines der bekanntesten Motive Franz Bunkes, das Warnow-Ufer mit Blick auf die Stadt. Über den Markt mit einer der ältesten Stadtkirchen Mecklenburgs kommen Sie zum Kunstmuseum in der alten Mühle am Fluss Beke.

Hier erfahren Sie auf zwei Etagen mehr über die Maler der Künstlerkolonie und sehen in der aktuellen Sommerausstellung Werke aus dem Künstlermuseum Heikendorf in Schleswig-Holstein. Hinter dem Schwaaner Kunstmuseum beginnt der kleine Parkrundgang zwischen Beke und Warnow zu neuen Werken von Mecklenburger Künstlern. Barbara Nowys "Laternenkinder mit Katze“, Udo Richters "Sandstein mit Aluguss“ oder Andreas Hedrichs "Krabat“ entstanden alle erst im letzten Jahr.

Im Museum erhalten Sie auch Tipps, wo im Stadtbild noch Originalmotive der früheren Maler zu sehen sind. Die Infotafeln zu diesen Orten sind stolze 15 Jahre alt und werden zurzeit überarbeitet. Dazu ist ein eigenes Kunstprojekt in Planung - ganz im Sinne des kreativen Geistes von Schwaan.

Anfahrt

Zum Bahnhof Schwaan gelangen Sie mit dem Hanse-Express RE1 oder mit der S-Bahn ab Rostock oder Güstrow. Direkt vor dem Bahnhof finden Sie die erste Infosäule zum Künstlerort Schwaan. Über die Bahnhofstraße und die Loxstedter Straße kommen Sie zur Warnow-Brücke und von dort über den Markt zum Kunstmuseum.

Kunstmuseum Schwaan

Mühlenstraße 12
18258 Schwaan

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag
11 bis 17 Uhr

kunstmuseum-schwaan.de 03844891792

Eine beschauliche Wanderung um den Löcknitzer See

Wo der Nachtwächter nicht tutet

Sie mögen es ruhig und haben einen Sinn für echte Sehenswürdigkeiten, die erst auf den zweiten Blick bemerkenswert sind? Dann ab nach Löcknitz! Auf dieser Wanderung abseits der ausgetretenen Pfade streifen Sie durch den Wald, hüpfen in den Badesee und erklimmen einen trutzigen Burgturm. Und einem echten Löcknitzer Original begegnen Sie auch.

Zum Ufer des Löcknitzer Sees

Die kleine Gemeinde liegt nahe der polnischen Grenze am Oder-Neiße-Radweg und gehörte mal zu Pommern, mal zu Brandenburg. Aus der Zeit um 1910 ist die Anekdote vom Nachtwächter Bartel überliefert, dessen Bronzeskulptur Ihnen vor dem Amt Löcknitz-Penkun begegnet. Der hörte einfach auf, mit seinem Horn vor ausbrechenden Feuern zu warnen. Warum? Weil er keine Zähne mehr habe, er könne nicht mehr tuten. So bezahlte ihm die Gemeinde ein neues Gebiss. Doch beim nächsten Brand blieb das Horn wieder still. Abermals zur Rede gestellt, antwortete Bartel: "Jo, der Doktr hät sächt, nachts soll ick min Gebiss int Water leggen. Und ohne Gebiss, da kann ick doch nich tuten!“

Diese amüsante Geschichte im Ohr, laufen Sie zum Ufer des Löcknitzer Sees. Hier können Sie sich im Freibad erfrischen. Dann folgen Sie dem ausgeschilderten Weg zur 1000-jährigen Eiche, einem Naturdenkmal, das Blitzeinschläge, Stürme und Kriege überstand. Über lauschige Brücken und unter hohen Buchen spazieren Sie einmal um den See. Auf dem Rückweg machen Sie einen Abstecher zur Burg Löcknitz. Ist die Tourist-Information geöffnet, können Sie den 700 Jahre alten Burgfried erklimmen - für einen herrlichen Rundumblick über die Löcknitz und das Randowtal.

Anfahrt

Zum Bahnhof Löcknitz bringt Sie der Regional-Express RE4. Von dort laufen Sie über die Ernst-Thälmann-Straße, Chausseestraße und Friedrich-Engels-Straße zur Straße am See. Am Ufer ist der Weg "Rund um den See“ ausgeschildert. Die Tour ist insgesamt knapp 7 Kilometer lang.

039754 20454 loecknitz.eu/tourismus

Tourismusinformation Löcknitz
Schloßstraße 2d
17321 Löcknitz

Das Haffbad in Ueckermünde ist ein schönes Sommerziel für Familien mit Kindern

Badespaß mit und ohne im Stettiner Haff

Endlich Sommerurlaub, Sonne satt und Strand! Es muss ja nicht immer gleich die Ostsee sein. Auch das Stettiner Haff zwischen dem Festland und der Insel Usedom ist ein super Badegewässer. Hier lockt die Stadt Ueckermünde, die den Titel Seebad gleich im Namen trägt, mit dem traditionsreichen Haffbad von 1926. Damals bauten die Stadtväter ganz nach dem Vorbild der Usedomer Ostseebäder schicke Villen, die attraktive Strandpromenade und das Bad. Rund 800 Meter feinster Sandstrand zwischen Ueckermündung und Neuendorfer Kanal erwarten Sie hier - samt Schwimmmeister. Ganz langsam und seicht geht’s hinein ins erfrischende Nass. Das macht vor allem Familien mit kleinen Kindern großen Badespaß.

Also, packen Sie die Badehose ein - oder auch nicht, denn das Haffbad hat obendrein einen FKK-Strand und sogar einen Abschnitt für Vierbeiner. Buchen Sie zuvor telefonisch einen Strandkorb, sind Sie auf der sicheren Seite, Sonne und Strand ganz komfortabel zu genießen. Wem Brutzeln in der Sonne oder Planschen auf Dauer zu langweilig wird, der kann mit dem Wasserski über das Wasser jagen und bei Volleyball oder Minigolf die Bälle passgenau platzieren. Und mit den Jüngsten geht’s auf die Spielplätze zum Toben. Bewegung an frischer Luft macht bekanntlich Appetit: Stärken Sie sich an einem der Imbiss- und Verkaufsstände oder im Restaurant "Strandhalle“ in historischer Bäderarchitektur an der Promenade für die nächste Sonnen-, Schwimm- oder Sportrunde.

Anfahrt

Nach Seebad Ueckermünde gelangen Sie mit der Regional-Express-Linie RE4. Vom Bahnhof Ueckermünde Stadthafen führt ein idyllischer, zwei Kilometer langer und ausgeschilderter Rad-Fuß-Weg direkt zum Strand. Am Wegesrand wurden in einige Baumstämme Figuren und Gesichter geschnitzt. Das gemeinsame Raten, wer sich wohl alles im Holz verbirgt, macht die kleine Wanderung auch für Familien mit Kindern recht kurzweilig.

Diese Tour finden Sie auch in der App "DB Ausflug" unter dem Titel "Sommer, Sonne, Eis am Stiel“ sowie fast 300 weitere Touren.

Touristik-Information
Altes Bollwerk 9
17373 Ueckermünde

urlaub-am-stettiner-haff.de 039771 28484

Strandkorbvermietung Haffbad
039771 22493


Auf dem Sieben-Berge-Rundweg durch Burg Stargard

Berge, Burg und Rodelbahn

Von wegen Mecklenburg-Vorpommern ist plattes Land! Rund um die Burg Stargard verläuft sogar ein Sieben-Berge-Weg. Auf sechs Kilometern führt Sie der Rundweg über die Berge - oder sagen wir mal so: über sanft ansteigende Erhebungen. Selbst die Kids lassen sich leicht zum Wandern überreden, denn auf dem Burgberg locken Abenteuerspielplatz und Burgmuseum, beim Abstecher auf den Hunnenberg gibt’s obendrein rasanten Sommerrodelspaß.

Los geht’s auf den Windmühlenberg. Der Name erinnert an Zeiten, als sich hier noch Mühlenflügel drehten. Vom Plateau haben Sie einen schönen Blick auf die Stadt, bevor Sie der Wanderweg auf den Burgberg bringt. Hier erhebt sich in 90 Metern Höhe Deutschlands nördlichste erhaltene Höhenburg. Vom Burgturm heißt es: guck ins Land - bis zu 30 Kilometer weit. Lauschig wird’s im Kräutergarten mit Café. Auf dem Klüschenberg finden Sie eine Gaststätte und einen Naturlehrpfad. Das mecklenburgische "Klüsche" bedeutet "Klause", also eine Einsiedelei.

Wie wäre es jetzt mit einem Abstecher zur Sommerrodelbahn? Hoch bringt Sie der Lift, und schon sausen Sie die 720 Meter lange Strecke mit acht Steilkurven hinunter. Danach wird’s ein bisschen gruselig, denn nun erklimmen Sie den Galgenberg. Hier stand einst ein fast acht Meter hoher Galgen - aber nur zur Abschreckung von Kuhdieben und anderen Bösewichtern. Über den Töpferberg, aus dem früher Ton gewonnen wurde, und den Scheunsberg kommen Sie zum Denkmalsberg mit Resten der alten Stadtbefestigung von 1261. Und schon haben Sie die sieben, mit Abstecher sogar acht Berge geschafft!

Nach Burg Stargard gelangen Sie mit der Regional-Express-Linie RE5. Vom Bahnhof führen die Strelitzer Straße und der Hermann-Löns-Weg zum Windmühlenberg. Von hier aus ist der Rundwanderweg mit dem Zeichen der sieben Berge gut ausgeschildert. Einen Flyer mit Tourenbeschreibung erhalten Sie in der Tourist-Information auf der Burg Stargard. Oder Sie nutzen die App "DB Ausflug". Hier finden Sie die Tour "Sieben Berge und eine Burg".

Tourist-Information

Stadt Burg
Stargard Burg 4
17094 Burg Stargard

039603 253 55 www.burg-stargard.de

Gaststätte auf dem Klüschenberg:

039603 203 29

Der Caspar-David-Friedrich-Bildweg in Greifswald

Im Heimathafen der Romantik

Keine romantische Seele kommt an ihm vorbei: Die stimmungsvollen Gemälde Caspar David Friedrichs (1774–1840) eroberten die Welt. Diesem herausragenden Vertreter der Romantik kommen Sie in seinem Geburtsort Greifswald ganz nah. Der Caspar-David-Friedrich-Bildweg führt Sie zu 15 Stationen in der Altstadt von Greifswald sowie in den Ortsteilen Wieck und Eldena an der Mündung des Flusses Ryck.

Sie starten am Geburtshaus des Malers. In der ehemaligen Seifensiederei und Kerzengießerei der Familie Friedrich entführt Sie das Caspar-David-Friedrich-Zentrum in die Vergangenheit. Vorbei an der Universität, an der der junge Caspar David die Grundlagen des Zeichnens erlernte, kommen Sie zum Museumshafen - mit über 50 Traditionsschiffen - der größte seiner Art in Deutschland. "Wie die Masten der Segelschiffe in den weiten Himmel ragen, das muss ihn damals genauso bewegt haben, wie es uns heute noch berührt. Sein Leben lang zog es Caspar David Friedrich immer wieder nach Greifswald zurück. Wir sind eben der "Heimathafen der Romantik"", erklärt Theres Behnke von der Greifswald Marketing GmbH.

Caspar David Friedrich Zentrum © Im Ortsteil Eldena lassen Sie sich von der Atmosphäre der Klosterruine einfangen. Der Greifswalder Maler ließ sie weltweit zu einem Wahrzeichen der Romantik werden. Am Ufer des Ryck können Sie auf das Fahrgastschiff MS Stubnitz umsteigen, um den 18 Kilometer langen Rundweg abzukürzen. Zurück in der Altstadt begutachten Sie die Originalgemälde im Pommerschen Landesmuseum mit ganz frischem Blick auf Leben und Wirken von „CFD“.

Am Bahnhof Greifswald halten der Regional-Express RE3 und die Regionalbahn RB23. Vom Bahnhof aus sind es gut zehn Minuten zu Fuß zum Caspar-David-Friedrich-Zentrum und dem Pommerschen Landesmuseum, wo der Bildweg beginnt beziehungsweise endet.

Tipp: Montag bis Samstag, 14 Uhr, startet an der Greifswald-Information am Markt der Altstadtrundgang, der auch zu einigen Stationen des Bildwegs führt.

Greifswald Marketing GmbH

03834 8835088 www.greifswald.info

Tierische Erlebnisse im Wildpark Güstrow

Wilde Katzen und neugierige Wölfe

Über Kletterpfade durch die Baumwipfel, hinein in die Wolfshöhle und hinauf zum Baumhaus Bärenblick: Da sind sie, die neugierigen Wölfe, die gern mal bei den Bärenbrüdern Fred und Frode vorbeischauen. In der "Raubtier-WG" schleichen auch die Wildkatzen durchs Dickicht. Hier heißt es genau hinschauen, denn vielleicht zeigt sich Wildkatze Kathi mit ihren im Mai geborenen Babys.

Der 200 Hektar große Wild- und Landschaftspark in Güstrow lädt Familien zu unvergesslichen Begegnungen ein. Die Wölfe und Luchse, Wildkatzen und Braunbären leben in großzügigen Gehegen, beinahe wie in freier Wildbahn. Höhlengänge und Kletterpfade sowie begehbare Gehege wie der Eulenwald machen es möglich, den Tieren auf kurze Entfernung in die Augen zu schauen. Spektakulär ist auch der Aquatunnel: Hinter einer 30 Meter langen Aquarienwand schweben Rotfedern, Barsche und gewaltige Karpfen. Mit Streichelzoo, Spielplätzen und der Erlebnis-Büdnerei, einem Schaubauernhof samt Hof-Café, bietet der Wildpark-MV darüber hinaus alles, was das Kinderherz begehrt.

Aktuell sind alle Wanderwege, Gehege und Tierhäuser wieder geöffnet, die gastronomischen Einrichtungen bieten ein vereinfachtes Speisenangebot. Einzig die kommentierten Fütterungen müssen zur Sicherheit der Besucher bis auf Weiteres entfallen.

Den Wildpark MV erreichen Sie auf zwei Wegen: Sie nehmen den Regional-Express RE4 oder RE5 bis Bahnhof Güstrow, steigen dort am ZOB in den Bus der Linie 250 und fahren noch 12 Minuten bis zur Haltestelle Güstrow, Wildpark. Oder, etwas abenteuerlicher: Sie steigen aus dem RE4 am kleinen Bahnhof Priemerburg aus und folgen dem ausgeschilderten Trampelpfad circa 25 Minuten durch den Wald bis zum Wildpark.

Wildpark MV
Primerburg
18273 Güstrow
Tel. 03843 2468-0

Um Wartezeiten an der Kasse zu vermeiden, können Sie Eintrittskarten vorab online buchen.

wildpark-mv.de