Wir testen die Wegeleitung im Zug

Rücksichtnahme beim Ein- und Ausstieg ist aktuell relevanter als je zuvor. Aber manchmal klappt das von alleine nicht. Daher wollen wir jetzt nicht nur im Bahnhof, sondern auch im Zug, Wegeleitung und Konzepte für noch mehr Sicherheit im Nahverkehr testen.

Orientierung durch Icons

In Zeiten der Pandemie wollen wir mit der Wegeleitung für noch mehr Sicherheit für unsere Fahrgästen sorgen​.
Wir testen zunächst auf ausgewählten Teststrecken und fragen dazu in Pandemie gerechter Form auch die Meinung unserer Kunden ab.

FAQ zum Wegeleitungs-Piloten

Weshalb gibt es die Piloten? Was ist das Ziel der Maßnahme?

Die Trennung von Ein- und Ausstiegen und Maßnahmen gegen den Gegenverkehr (insbesondere beim Ein- & Ausstieg) werden von rund 75 % der Kundinnen und Kunden unseren regelmäßigen Befragungen als "sehr sinnvoll" oder "sinnvoll" angesehen. Auch aus diesem Grund wurde gemeinsam mit ersten Regionen des Nahverkehrs ein Wegeleitungssystem entwickelt.

Nach einer Priorisierung der Ideen lassen sich zunächst Bodenmarkierungen, Piktogramme und Hinweisschilder für ein optimiertes Wegeleitsystem am Bahnhof sowie an und in den Zügen realisieren. In vier Netzen werden diese Piloten nun im laufenden Betrieb getestet und durch eine Marktforschung ausgewertet.

Wo genau wird die Wegeleitung getestet?

  • Strecke Karlsruhe-Konstanz der Schwarzwaldbahn: Pilot in einem Doppelstock-Zug (bestehend aus vier Wagen)
  • Strecke Kiel-Hamburg im RE7/ 70: Pilot in einem Doppelstock-Zug (bestehend aus vier Wagen)
  • Strecke Gesundbrunnen - Wittenberge im RE6: Pilot in der ganzen Zugflotte (bestehend aus 15 Züge mit je zwei Wagen)
  • Strecke Hamburg Hbf – Cuxhaven in einem Fahrzeug der Start Unterelbe (RE 5): Pilot in einem Doppelstock-Zug (mit fünf Wagen)

Weshalb wird die Wegeleitung nur auf ausgewählten Strecken getestet? Sollen weitere Strecken dazukommen?

Mit den Piloten werden die Ideen zunächst auf auf Funktionalität, Umsetzbarkeit und Akzeptanz getestet. Eine Marktforschung in den einzelnen Netzen soll zeigen, ob die Maßnahmen verstanden werden und bei den Fahrgästen von DB Regio dazu beitragen, das Sicherheitsempfinden und Vertrauen in den ÖPNV zu stärken. Bei einer positiven Bewertung möchte DB Regio die Wegeleitung auch in andere Regionen oder Strecken ausgeweiten.

Muss ich mich zwingend an die Wegeleitung halten? Was gilt im Notfall?

Die Wegeleitung gilt grundsätzlich als Empfehlung und soll den Fahrgästen beim Einhalten der Sicherheitsabstände unterstützen und eine bessere Orientierung bei Ein- und Ausstieg sowie während der Zugfahrt bieten. Selbstverständlich kann sich der Fahrgast u.a. bei der Mitnahme eines Fahrrades oder Kinderwagens auch gegen die empfohlene Wegeleitung bewegen. Die dafür vorgesehenen Mehrzweckbereiche werden aus diesem Grund auch nicht mit Pfeilen, Piktogrammen oder Bodenmarkierungen versehen.

In einer Notsituation gilt die empfohlene Wegeleitung. Sicherheit hat bei der DB oberste Priorität. In einem Notfall sind alle Türen des Zuges zu nutzen, (auch wenn diese mit einem Symbol gekennzeichnet sind, die bspw. nur den Einstieg empfehlen.) Im Notfall sind darüber hinaus auch die an den Türen oder in den Vitrinen am Bahnhof angebrachten “Hinweise im Notfall”.

Wie lange findet das Pilot-Projekt statt?

Um die Wirksamkeit der Maßnahmen zu testen, führet DB Regio eine Marktforschungsuntersuchung durch. Diese ist zunächst für einen Monat angesetzt und wird beendet, sobald genügend Kundenmeinungen eingeholt wurden, um die Piloten bewerten zu können. Im Nachgang an dieser Erhebung werden die Aufkleber vorerst weiterhin Bestand haben. Bei Erfolg der Piloten erwägt DB Regio eine Ausweitung der Maßnahmen auf weitere Fahrzeuge, Strecken und Regionen.

Leitsystem: Getrennte Ein-/Ausstiegstüren

Farbige Piktogramme helfen beim Ein- und Ausstieg.

Leitsystem: Stufenbeklebung und Einbahnstraßensystem

Pfeile auf dem Boden und den Treppen sorgen für Orientierung bei der Wegerichtung.