Streifzug mit der App DB Ausflug:
Wo jeder Stein einen Namen hat

Wanderung im Fläming führt vorbei an Findlingen und Rummeln

NP Fläming e.V. ©
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Der Fläming ist reich, steinreich. Denn als sich das Eis der letzten Eiszeit zurückzog, hinterließ es jede Menge Geröll und Steine – Findlinge. Und weil die Bewohner im Fläming besonders kreativ waren, bekam hier jeder große Stein auch einen Namen: Elefantenstein, Holzfällerstein, Reichhelmstein, Roter Stein, Krisenstein, Mehlhasenstein. Zu diesen Steinen und den Rummeln – das sind eiszeitliche Trockentäler mit Steilhängen – führt auch heute noch eine schöne Wandertour mit Start am Bahnhof Jeber-Bergfrieden.

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Nach rund 14 Kilometern erreichen Sie den Bahnhof Medewitz (Mark). Von hier können Sie wieder bequem mit dem Zug zurückfahren. Nehmen Sie für diese Natur-Entdeckertour „Auf der Spur der Steine“, die gut ausgeschildert ist – mit gelben Findlingen auf rotbraunem Grund – unbedingt Verpflegung mit. Denn unterwegs finden sich keine Einkehrmöglichkeiten.

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In Jeber-Bergfrieden angekommen, passieren Sie die Gleise und laufen vorbei am einstigen Schulgebäude mit dem Uhrenturm auf dem Dach auf den Feldweg. Er führt zur Eisenbahnbrücke, die Sie unterqueren. Jetzt sind Sie in Stackelitz und folgen erst der Straße nach Bärenthoren und dann der Dorfstraße. Biegen Sie am zweiten Feldweg rechts ab in den Kiefern-Mischwald.

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Der Wanderweg mit dem Findlingssymbol ist nicht zu verpassen. Sie gelangen zum Elefantenstein, einem kleineren Findling. Eindrucksvoll sind die riesigen Waldheidelbeer-Flächen. Hier wachsen so viele Beeren, dass es nach dem Zweiten Weltkrieg sogar einen „Heidelbeerzug“ von Dessau nach Medewitz gab.
Sie werden es nicht bemerkt haben – Sie sind bereits von Sachsen-Anhalt nach Brandenburg gelangt. Nun begleitet Sie auch das Schild mit einer 70, denn die „Spur der Steine“ ist identisch mit einem Teil des Wanderwegs W 70. Vorbei an weiteren Findlingen erreichen Sie das Naturschutzgebiet Flämingbuchen.

Wo anderenorts Kiefernwälder dominieren, gibt es zwischen den Orten Medewitz und Setzsteig im Naturpark Hoher Fläming und dem angrenzenden Naturpark Fläming/Sachsen-Anhalt schöne Buchenwälder. Die Rotbuchen sind bis zu 150 Jahre alt, denn sie finden ideale Bedingungen zum Wachsen und Gedeihen.

In diesem Gebiet erwartet Sie außerdem ein weiteres Highlight, das die Natur schuf: die Springer Rummel, eine der schönsten Rummeln im Fläming.
Die sogenannten Rummeln entstanden in der Eiszeit, als der gefrorene Boden kein Schmelzwasser aufnehmen konnte. Das Wasser floss oberflächlich ab und grub dabei riesige Furchen. Durch Bodenerosion vertieften sich diese Täler in den Jahrhunderten weiter und es entstanden Steilhänge im ansonsten eher flachen Land.
Nach rund zwei Kilometern lichtet sich der Wald. Sie laufen nun auf einem Feldweg hinein in das Dorf Medewitz. Die Bahnhofstraße bringt Sie zum Zug.

Martina Göttsching

Anreise

Hinfahrt: Mit dem RE7, z. B. um 10.15 Uhr ab Berlin Hbf bis zum Bahnhof Jeber-Bergfrieden
Rückfahrt: z. B. um 15.22 Uhr

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