Ehrlich fährt am Längsten


Seit 15.Dezember 2013 sind fast alle Bayern-Tickets der DB und der verkaufenden Partner mit 5 Namensfeldern versehen. Diese Einführung wurde nun zum Anlass genommen im Rahmen der Informationsoffensive "Ehrlich fährt am längsten" gegen den Bayern-Ticket-Missbrauch erneut auf die Bayern-Ticket-Kunden zuzugehen und aufzuklären.
Bitte tragen Sie alle Namen der Mitreisenden unauslöschlich auf dem Bayern-Ticket ein.

DB Fahrkartenautomat

Sehr geehrter Fahrgast,

wussten Sie schon, dass das Bayern-Ticket nur mit Namenseintragung gültig ist? Ist Ihnen bekannt, dass alle Personen ihren Namen eintragen müssen, ganz gleich, ob Sie mit einem Bayern-Ticket, Bayern-Ticket Nacht oder Bayern-Böhmen-Ticket unterwegs sind? Bitte füllen Sie Ihr Ticket also immer komplett vor Fahrtantritt aus. Dies erspart Ihnen mögliche Unannehmlichkeiten bei der Fahrkartenkontrolle. Die Eintragung der Vor- und Nachnamen in Druckbuchstaben muss vor Reisebeginn unauslöschlich – am besten mit einem Kugelschreiber - erfolgen. Bitte nehmen Sie daher immer selbst einen Stift mit oder bitten Sie ggf. Mitreisende oder unsere Mitarbeiter am Bahnhof oder im Zug vor Fahrtantritt um Aushilfe. Steigt ein Mitreisender später zu, so ist der Name unmittelbar nach Zustieg (in jedem Fall vor der Kontrolle des Tickets) einzutragen. In der Regel sind entsprechende Felder für den Namenseintrag auf der Fahrkarte aufgedruckt. Ist dies nicht der Fall, sind die Namen an geeigneter Stelle auf der Fahrkarte zu vermerken.

Die Namen werden nicht beim Kaufvorgang am Automaten oder am Schalter eingetragen, da dies den Verkaufsprozess verlangsamen und insbesondere an Bahnhöfen mit wenigen Automaten möglicherweise zu langen Warteschlangen führen würde.

Selbstverständlich ist die Weitergabe genutzter Tickets nach Fahrtantritt nicht gestattet (weder entgeltlich oder unentgeltlich). Ein einmal genutztes Ticket verliert bei Weitergabe auf eine andere Person seine Gültigkeit, selbst wenn kein Name eingetragen sein sollte. Die Reisenden, die bei der Kontrolle mit einem bereits von anderen Personen genutzten Ticket angetroffen werden, zahlen den doppelten regulären Fahrpreis, mindestens jedoch 40 Euro pro Person. Am besten, Sie kaufen sich ihr Bayern Ticket selbst und ersparen sich dadurch unnötigen Ärger.

Ebenso ist Vorsicht vor Trickbetrügern geboten: Diese täuschen vor, hilfsbedürftig zu sein und versuchen so an Ihr benutztes Ticket zu gelangen. Dieses verkaufen sie meist an ahnungslose Kunden weiter.

Bitte schützen Sie sich vor Schleppern

Es fahren Personen durch Bayern, die auf jeder Fahrt andere Reisende gegen Entgelt auf ihrem Bayern-Ticket mitnehmen. Unsere Beförderungsbedingungen untersagen jedoch einen Austausch der Mitfahrer. Werden die Tickets bei der Fahrscheinkontrolle trotzdem vorgezeigt, handelt es sich um einen Betrug nach § 263 StGB. Da wir in diesen Fällen die Bundespolizei hinzuziehen, kann es auch für Sie als Mitfahrer zu einer Unterbrechung der Reise kommen.

Sollten Sie also mit einer Ihnen unbekannten Gruppe unterwegs sein, vergewissern Sie sich bitte, ob das Ticket noch unbenutzt ist. Indizien für benutzte Tickets sind beispielsweise die länger zurückliegende Kaufzeit oder ein Zangenabdruck. Am besten kaufen Sie das Ticket gemeinsam. Falls das einmal nicht möglich ist, tragen Sie ihren Namen mit einem eigenen Stift selbst ein. Wird Ihnen dies vom Ticketinhaber verweigert oder entdecken Sie Gebrauchsspuren auf dem freien Namensfeld, seien Sie skeptisch. Es handelt sich dann meist um Schlepper, die versuchen durch “Radieren“ das Ticket zu manipulieren.

Wird festgestellt, dass Sie mit einem Bayern-Ticket unterwegs sind, bei dem die Mitfahrer ausgetauscht und/oder die Fahrkarte weiterverkauft wurde, zahlen Sie zusätzlich den doppelten regulären Fahrpreis, mindestens jedoch 40 Euro - und das je Reisenden, bei vier Mitfahrern also mindestens 160 Euro. Gegen die Schlepper wird zudem Strafanzeige wegen Betrugs erstellt
Vielen Dank, dass Sie ehrlich mit uns unterwegs sind!

Alle wichtigen Informationen rund ums Bayern-Ticket finden Sie im Folgenden:

Warum ist es so wichtig die Namen aller Reisenden auf dem Ticket einzutragen?

Das Ticket muss laut Beförderungsbedingungen bereits vor Fahrtantritt vollständig ausgefüllt werden. Eine Ausnahme besteht nur bei später zusteigenden Mitreisenden. Hier muss der Name jedoch unmittelbar nach dem Zusteigen auf der Fahrkarte eingetragen werden. Unausgefüllte Tickets sind ungültig – auch wenn unsere Kundenbetreuer im Zug hier bisher meist kulant gehandelt haben.

Warum können die Namen nicht gleich am Automaten eingetragen werden?

Der Nameneintrag am Automaten würde gerade an kleineren Bahnhöfen mit oft nur einem Fahrkartenautomat zu erhöhten Wartezeiten führen.

Muss der Reisende mit dem weit entferntesten Reiseziel in der ersten Zeile eingetragen werden?

Nein, seit Einführung der Namensfelder für alle Reisenden ist es egal an welcher Position der Kunden mit dem weitesten Reiseziel steht.

Ist ein späterer Zustieg von Personen möglich und wenn ja müssen diese schon bei Fahrtantritt eingetragen werden?

Ein späterer Zustieg von Personen ist möglich. Der zugestiegene Mitfahrer muss jedoch unmittelbar nach Zustieg seinen Namen auf dem Ticket eintragen. Die später zusteigende Person darf jedoch niemanden ersetzen der ausgestiegen ist. Denn: Ein Austausch der Mitfahrer ist nicht zulässig.

Muss bei Mitnahme eines Hundes ein Name für diesen eingetragen werden?

Hier reicht es einfach „Hund“ einzutragen.

Müssen unentgeltlich mitreisende Familienkinder eingetragen werden?

Laut unserer Beförderungsbedingungen müssen Kinder bis einschließlich 5 Jahren nicht auf dem Ticket eingetragen werden, kostenlos mitreisende Kinder zwischen 6 und 14 Jahren hingegen schon. Ab 15 Jahren zählen ohnehin alle Mitfahrer als Vollzahler.

*Alle Angaben gelten auch für das Bayern-Ticket-Nacht, das Bayern-Böhmen-Ticket, das Quer-durchs-Land-Ticket und das Schönes-Wochenende-Ticket.