Mobilitätswende geht nur gemeinsam: nachhaltig - vernetzt - digital

5. Mobility Symposium am 23. Mai 2019 in Frankfurt/Main

"Klimawandel", "Nachhaltigkeit" und "CO² Reduktion" sind schon längst nicht mehr nur Schlagworte, sondern sowohl eine politische als auch gesellschaftliche Herausforderung. Nicht zuletzt durch Aktionen wie "Fridays for Future" ist die Thematik, verbunden mit der Notwendigkeit "endlich etwas zu tun", in der breiten Öffentlichkeit angekommen.


Ziel: Intermodale Verknüpfung von Verkehrsmitteln
Auf dem 5. Mobility Symposium in Frankfurt wurde deutlich, dass es auch für Unternehmen wichtiger denn je ist, Mitarbeitern alternative Angebote zum Firmenwagen oder dem Kurzstreckenflug bereitzustellen. "Unser Mobilitätsverhalten befindet sich in einer Evolution", so Karina Kaestner, Leiterin der Abteilung Business Partner der DB Vertrieb GmbH. Es verändert sich hin zu einer flexiblen und situationsbedingten Nutzung verschiedener Transportmittel. Dass diese möglichst klimafreundlich sein sollen, scheint allgemeiner Konsens - und auch, dass die Bahn eines davon ist.

Das bewegt sich bei der Deutschen Bahn

Einblicke in neue Entwicklungen bei der DB gaben die Referenten des Agendapunktes DB 360° View. Für Nils Hartgen, Geschäftsführer Digital Business der DB Vertrieb GmbH, ist die Bahn alternativlos für die Klimawende. Es besteht die Herausforderung, die im Zuge der Digitalisierung entstehenden neuen Plattformen und Kanäle so zu gestalten, dass ein "Quantensprung im Nutzererlebnis" spürbar wird. Dabei wird auch Künstliche Intelligenz eine immer größere Rolle spielen. Christa Koenen von der DB Systel GmbH stellte Beispiele vor, wo KI schon heute zum Einsatz kommt: in der Geräuscherkennung bei der Wartung von Rolltreppen oder als Service-Roboter, der den Reisenden am Bahnhof einfache Auskünfte geben kann. Letzteres konnten die Teilnehmer des Mobility Symposium live ausprobieren: SEMMI stand höchstpersönlich für Fragen bereit, bevor er ab Juni im Berliner Hauptbahnhof im Einsatz ist.
Wie die Attraktivität von Bahnhöfen zukünftig gesteigert und der Bahnhof zum "dritten Ort" neben Heim und Arbeitsort werden kann, stellte Dr. Meike Niedbal, DB Station&Service AG/Smart City vor. Das Konzept des Coworking am Bahnhof war auch eines der vier Themen, in welche die Veranstaltungsteilnehmer in Break-out Sessions tiefer eingestiegen sind. So konnten sie unter anderem erfahren, was es mit dem Mobilitätsbuffet oder dem spontanen Travelbuddy der Netzwerkinitiative "driversity" auf sich hat, und wie digitale Assistenten, am Beispiel ALEXA, die Reise zukünftig erleichtern werden.

Ins "Tun" kommen - Best Practice

Nicht um die Zukunft, sondern das HEUTE drehte sich alles bei den drei Best Practice Beispielen. VertreterInnen von Vattenfall GmbH, der GLS Gemeinschaftsbank eG und PROJECT CLIMATE GmbH stellten vor, was ihre Unternehmen schon heute tun, um die Mitarbeitermobilität nachhaltiger zu gestalten. Die allgemeine Reduzierung von Dienstreisen, Carsharing mit e-Fahrzeugen statt Dienstwagen, Ladestationen für e-Fahrzeuge der Mitarbeiter oder die Auswahl "nachhaltiger" Lieferanten: "Man muss es einfach machen", so der Tenor der drei ReferentInnen.

Mobilitätswende geht nur gemeinsam
Ob Ausblicke in die Zukunft oder die praktische Umsetzung neuer Mobilitätskonzepte heute - sich voneinander inspirieren zu lassen und gemeinsam alternative Wege finden, ist ein wichtiger Aspekt auf dem Weg hin zu nachhaltiger Mobilität. Das Mobility Symposium bot auch in seinem fünften Jahr dafür die Plattform - nachhaltig, vernetzt, digital.

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