Meilensteine der Unternehmensgeschichte

15. Juli 1945
Kurt Löwenthal gründet mit zwei Bussen die Autokraft in Kiel. Der erste Betriebshof befindet sich in der Rendsburger Landstraße 191, die erste Buslinie fährt von Kiel nach Schilksee.

Ende 1945
Autokraft wächst schnell: Schon sieben Busse gehören jetzt zum Fuhrpark. Das Unternehmen hat 30 Mitarbeiter und fährt auf Linien nach Ostholstein und zur Fehmarnsund-Fähre. Die Busse werden einheitlich in Rot lackiert.

1948
Autokraft erwirbt 30% Besitzanteil an der Verkehrs-Union GmbH Kiel und übernimmt dadurch die Linien nach Flintbek und Schierensee sowie eine Fernlinie nach Berlin.

1949
Der Busverkehr zu den Bädern an der Lübecker Bucht und nach Bad Harzburg erfolgt im sogenannten „Speisewagen der Landstraße“. Darin werden die Fahrgäste von einem Steward mit Getränken und Snacks versorgt.

1951
Die Deutsche Bundesbahn übernimmt Autokraft, die Verkehrs-Union GmbH Kiel und den Segeberger Verkehrsbetrieb. Alle drei Unternehmen werden als eigenständige Töchter weitergeführt. Ziel ist es, aus der Verbindung der Zugstrecken mit Schienenparallel- und Schienenersatzverkehren ein funktionierendes Verkehrsnetz zu etablieren. Autokraft übernimmt als wirtschaftlich stärkster Betrieb die Führung der beiden kleineren Unternehmen, was sie nach außen durch eine einheitliche, ab jetzt grüne Lackierung und ein durchgängiges System der Liniennummern zeigt.

1952
Die Autokraft GmbH übernimmt die Verkehrs-Union zu 100 % und verfügt dadurch über einen Fuhrpark von 23 Bussen und sechs Omnibusanhängern. Der Betriebshofs wird in die Von-der-Tann-Straße verlegt.

1957
Die Bundesbahn übernimmt anteilig die Rendsburger Omnibus Verkehrsgesellschaft mbH und gliedert sie in die Autokraft ein. Ab jetzt gehören auch Überlandlinien ab Rendsburg zum Angebot von Autokraft.

1958
Autokraft fährt die Linie Lübeck–Timmendorfer Strand. Dazu übernimmt sie die Firma Langbehn mit 9 Bussen und 16 Mitarbeitern. Die Fahrzeugflotte der Autokraft beträgt nun 86 Busse und 19 Omnibusanhänger.


1960
Erste Gelenkbusse kommen zum Einsatz. Autokraft lässt dazu die vorhandenen Omnibusanhänger umbauen, denn diese sind seit dem 1. Januar verboten.

Die Bundesbahn überträgt nach und nach ihre gesamten Busverkehre in Schleswig-Holstein auf Autokraft. Am 1. Dezember ist Niebüll der erste Stützpunkt, der übergeben wird. Bis 1965 werden die Kiel-Hamburger Autobus-Fernfahrt GmbH, die Ostsee Omnibus GmbH und die Rendsburger Omnibus Verkehrsgesellschaft mbH mit der Autokraft verschmolzen. Die letzte Linienkonzession geht 1983 an Autokraft über.

1963
Autokraft erweitert ihre Linien Kiel–Großenbrode und Neustadt–Burg bis nach Puttgarden. Beginn einer engen Kooperation mit den Kieler Nachrichten und gemeinsame Vermarktung von „Glückskäfer-Reisen“.

1970
Tag der offenen Tür zum 25-jährigen Bestehen auf dem Betriebshof an der Von-der-Tann-Straße. Autokraft hat jetzt 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, auf 64 Linien sind 110 Busse im Einsatz.

1976
Die Bundesregierung beschließt, die Busdienste von Bahn und Post zusammenzuführen. Schleswig-Holstein gehört zu einer von vier Modellregionen. Autokraft übernimmt 94 Postbusse und wächst dadurch rasant.

1979
Der Flughafenbus KIELIUS nimmt seinen Dienst auf. Heute bringt er jährlich rund 230.000 Reisende von Kiel über Neumünster zum Hamburger Flughafen und zurück.

1983
Autokraft baut einen neuen Betriebshof mit großer Werkstatt in Kiel-Wellsee.

1985
Als bundesweit erstes Busunternehmen kauft Autokraft nur noch Busse, die mit Antiblockiersystem (ABS) ausgerüstete sind.

1987
Bundesweit gibt es erstmals die Umsteigemöglichkeit von Bus auf Bahn und umgekehrt mit nur einem Fahrschein.

1989
Grenzenloser Linienverkehr: Nach dem Mauerfall richtet Autokraft in Kooperation mit dem DDR-Kraftverkehr Fernverbindungen ein. Angeboten werden die Linien Kiel–Rostock, Kiel–Schwerin und Kiel–Neubrandenburg.

Im Kreis Ostholstein werden erstmals Linientaxen und Mietwagen als Ersatz für große Busse eingesetzt. Der öffentliche Nahverkehr passt sich an den realen Bedarf an.

1990
Ehrenamtliche Bürger organisieren im Kreis Bad Segeberg den ersten Bürgerbus Schleswig-Holsteins. Autokraft begleitet den Verein und betreut das Fahrzeug, die Ehrenamtlichen sitzen am Steuer.

1993
Im Rahmen des Pilotprojektes „Fahrrad im ÖPNV" werden drei Fahrradanhänger getestet und weiterentwickelt.

1993
Im Regionalverkehr werden nur noch Niederflurbusse eingesetzt. Die Einstiege haben keine Stufen mehr, sodass Fahrgäste leichter in den Bus steigen können. Mobilität ist ein Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe und so ist die Barrierefreiheit ein zunehmend wichtiges Thema.

1993
Die BusSchule wird ins Leben gerufen. Bis heute lernen Kinder von 8 bis 12 Jahren so die Benutzung des ÖPNV.

1994
Das Unternehmen erhält den Umweltpreis der Landeshauptstadt Kiel. Autokraft verwendet wasserlösliche Lacke, schwefelfreien Kraftstoff und benutzt Regenwasser zur Reinigung der Busse.

1997
Dithmarschenbus heißt das neue gemeinsame Angebot der Autokraft-Niederlassung Meldorf und dem Unternehmen Jungjohann aus Heide. Das Angebot besteht bis Ende 2015. Zum 1. Januar 2016 wird Dithmarschenbus von der DB Regio Bus Nord GmbH übernommen.

1. September 2000
Die erste Schnellbus-Verbindung Schleswig-Holsteins geht an den Start. Die Busse fahren von in nur einer Stunde von Flensburg nach Niebüll. Im Mai zieht die Verwaltung in das neue Bürogebäude an der Hamburger Chaussee 10.

1. November 2001
Im Kreis Storman startet der Busbegleitservice. Das Projekt von Autokraft und der Arbeitsagentur Bad Oldesloe ermöglicht Langzeitarbeitslosen eine Weiterbildung zum Mobilitätsassistenten.

2002
Die Schnellbus-Verbindung Lübeck–Bad Segeberg nimmt am 4. November ihre Fahrt auf. Am 2. Dezember Eröffnung des Stadtverkehrs Bad Segeberg in Zusammenarbeit mit Mietrach-Reisen.

2003
Der Flughafenbus KIELIUS erhält ein eigenes Corporate Design. Die Busse sind mit ihrer gelb-grünen Lackierung prägnant sichtbar und wecken Urlaubsfreude. Am 12. Dezember wird die Schnellbus-Linie Rendsburg–Eckernförde in Betrieb genommen.

2004
Am 1. April verkauft Autokraft die Touristik-Sparte. Zeitgleich übernimmt sie die Husumer Verkehrsbetriebe Grunert mit 29 Mitarbeitern und 23 Bussen. Am 21. Juni richtet Autokraft die Schnellbus-Linie Flensburg–Husum mit Anschluss nach Sonderburg in Dänemark ein. Start des Citybusses in St. Peter-Ording.

2005
Am 1. Januar Übernahme der Heider Stadtverkehr GmbH mit 66 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie 40 Bussen. Eine Kooperation der Werkstätten von Autokraft und MAN, die in Kiel-Wellsee benachbart sind, beginnt zum 1. August. Am 6. Dezember geht die Schnellbus-Linie Flensburg–Kappeln in Betrieb.

2008
Zertifizierung des Unternehmens inkl. Auditierung

2012
Verschmelzung der Heider Stadtverkehr GmbH mit der Autokraft GmbH. Damit ist im Kreis Dithmarschen nur noch Autokraft als Ansprechpartner für die Aufgabenträger vertreten.

April 2014
Schnellbusse und KIELIUS werden mit kostenfreiem WLAN ausgestattet. Das Erscheinungsbild der Marke KIELIUS wird aktualisiert, bleibt aber wie gewohnt in Gelb und Grün. Die neue KIELIUS-App wird entwickelt, ab 2015 verfolgen Fahrgäste mit ihr den Flughafenbus in Echtzeit, erhalten Fahrplan- und Haltestellen-Auskünfte.

2015
Autokraft hat über 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Busse fahren jedes Jahr mehr als 43 Millionen Kilometer kreuz und quer durch Schleswig-Holstein. Das entspricht etwa 1078 Rundfahrten über den Äquator.

Am 15. Juli feiert Autokraft 70. Geburtstag.

11. Dezember 2016
Der Schnellbus Brunsbüttel-Itzehoe nimmt seinen Betrieb auf.