OPEX bringt Transparenz ins Busgeschäft

Julia Siemering ©
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Bei DB Regio Bus Nord sorgt das Projekt Operative Exzellenz (OPEX) seit April 2018 für eine neue Art der Steuerungsfähigkeit. Daten aus verschiedenen Systemen werden zusammengeführt und visualisiert. Das hilft allen Mitarbeitern im Unternehmen, vom Fahrer bis zum Manager.

OPEX hat die operative Neuaufstellung des Busgeschäfts zum Ziel. Besonders die Themen Pünktlichkeit, Busausfälle und Ad-hoc-Vermietungen an Auftragnehmer rücken in den Fokus. Initiiert wurde das Projekt von Daniel Marx, bis Juli Regionalleiter Produktion, und Thorsten Kayser, Geschäftsführer der Haller Busbetrieb GmbH.

Im ersten Schritt geht es darum, mehr Informationen zu bekommen und diese übersichtlich darzustellen. Mit der Business-Intelligence-Lösung Qlik Sense können alle vorhandenen Daten aus IT-Systemen wie Perdis, SAP, IVU und Plan zusammengeführt und auf einem sogenannten Dashboard übersichtlich dargestellt werden. Die Daten auf den Dashboards lassen sich nach Bedarf zusammenstellen.

Anwendungsbeispiele

An allen Standorten von DB Regio Bus Nord wurden Monitore aufgehängt, über die nun Live-Daten angezeigt werden. Das Fahrpersonal sieht beispielsweise Kennzahlen zur Besetzung von Diensten. Die Mitarbeiter in der Leitstelle sehen Daten zu offenen Diensten, Fahrzeugen im Einsatz oder die Anzahl von Fahrzeugen in der Werkstatt. Es ist auch möglich, sich beispielsweise die durchschnittlichen Verspätungen auf einer Linie anzeigen zu lassen und dies zur Berechnung des optimalen Fahrplans zu nutzen.

Projektleiter Thorsten Kayser sieht in der Visualisierung von Daten eine Aufforderung zum Handeln und Entscheiden für jeden Mitarbeiter der Region. Im nächsten Schritt sollen die zusammengeführten Daten herangezogen werden, um in Zusammenarbeit mit den Aufgabenträgern Linienverläufe und Fahrpläne zu optimieren.