Forschen und Fahren mit dem EcoBus im Harz

Ulrich Fricke ©Ein Kleinbus der EcoBus-Flotte.
Ulrich Fricke ©

Wissenschaftler des Göttinger Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation (MPIDS) forschen zu bedarfsgerechter und flexibler Mobilität im ländlichen Raum. Die EcoBus-Flotte liefert seit August Daten im Rahmen eines Pilotprojekts.

Gemeinsam mit dem Regionalverband Großraum Braunschweig sowie dem Zweckverband Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN) läuft seit dem 11. August 2018 ein zweiter Pilotversuch rund um Goslar, Clausthal-Zellerfeld und Osterode am Harz. Zuvor gab es bereits einen Test auf einem kleineren geographischen Gebiet. So sollen die im Rahmen der Grundlagenforschung entstandenen theoretischen Vorhersagen in der Praxis überprüft werden. Regionalbus Braunschweig ist das für die Durchführung des EcoBus-Betriebs von den beiden Aufgabenträgern beauftragte Verkehrsunternehmen.

Besondere Herausforderungen
Gerade im ländlichen Raum gibt es spezielle Herausforderungen für flexible Mobilitätsformen, etwa die Einwohnerzahl, die Fläche, die Topografie, die Mobilfunkabdeckung oder auch die Jahreszeit. Der Harz bietet hier ein ideales Spielfeld für die Forscher, um auswertbare Daten zu gewinnen.

Wenn der Fahrgast den Fahrplan macht
Anders als beim Linienverkehr hält sich der EcoBus nicht an Linien oder Fahrpläne, sondern bedient alle Fahrtanfragen umsteigefrei zu jeder gewünschten Zeit während der Betriebszeiten. Die Kunden selbst sind die Haltestelle! Die Buchung erfolgt über App, Internet oder Telefon. Der speziell entwickelte Algorithmus weist die Fahrtanfragen einem Fahrzeug zu, sodass verschiedene Fahrtwünsche mit ähnlichem Start und Ziel kombiniert werden.

Weitere Informationen zum EcoBus sowie das Buchungssystem finden Sie auf www.ecobus.jetzt.