DB Regio Bus Vorstand Klaus Müller zieht Zwischenbilanz

Im Vorstand der DB Regio Bus AG gab es zum 1. Dezember 2017 einen Wechsel: Klaus Müller löste seinen Vorgänger Michael Hahn nach langjähriger Amtszeit ab. Der 52-Jährige gehört bereits seit 1996 dem DB-Konzern an und war zuletzt Leiter der Regionalnetze bei der DB Netz AG. Inzwischen ist Müller seit drei Monaten im Dienst. Wir haben mit ihm über seine zukünftigen Pläne und Herausforderungen gesprochen.

Herr Müller, Sie sind nun 100 Tage in Ihrem neuen Amt. Was ist Ihr erster Eindruck von DB Regio Bus?

Ich habe mich vom ersten Tag an sehr willkommen gefühlt. Bei DB Regio Bus gibt es eine offene Kultur, gepaart mit einem großen Interesse an Neuem. So blicke ich sehr positiv auf meine ersten Monate zurück. DB Regio Bus bietet mir ein spannendes Geschäftsfeld mit viel Entwicklungspotenzial. Daher freue ich mich sehr auf meine vielseitigen Aufgaben.

Was stand als Erstes auf Ihrer Agenda?

Ich habe gerade zum ersten Mal unsere sechs Regionen bereist. Es ging durch ganz Deutschland: von Flensburg bis Garmisch-Partenkirchen - hier traf ich auf unterschiedliche Marktanforderungen. Es war mir sehr wichtig, dass ich gleich zu Beginn die einzelnen Regionen und die Kolleginnen sowie Kollegen vor Ort persönlich kennenlerne. Gerade die Vielfalt unseres Geschäfts wird eine Herausforderung sein, die aber auch gleichzeitig meinen Job sehr spannend macht.

"Wir sind im Wandel - vom eigenwirtschaftlichen Gesamtanbieter zum Dienstleister der Aufgabenträger."

Klaus Müller, Vorstand DB Regio Bus

Welche Aufgaben stehen für Sie im Fokus?

Wir sind im Wandel - vom eigenwirtschaftlichen Gesamtanbieter zum Dienstleister der Aufgabenträger. Damit wir mit dem Wettbewerb mithalten können, ist einer meiner Schwerpunkte die Professionalisierung der Marktbearbeitung. Mit dem Programm "Zukunft Bus" setzen wir auf ein hohes Maß an standardisierten Prozessen bei gleichzeitiger individualisierter Marktbearbeitung. Im Zuge dessen haben wir uns neu aufgestellt und platzieren spezielle Marktbearbeiter vor Ort. Das sind erfahrene Experten, die als konkrete Ansprechpartner für die Aufgabenträger fungieren. So können wir uns stärker und individueller an den Wünschen der Besteller ausrichten und effektiver arbeiten. Mein Ziel ist es außerdem, dem Fahrermangel entgegenzuwirken. Hierfür arbeiteten wir bereits eng mit Professor Christian Haas von der Hochschule Fresenius zusammen. Er führte eine Umfrage mit unseren Fahrern über ihr Arbeitsumfeld durch. Jetzt leiten wir aus den Ergebnissen konkrete Maßnahmen ab, zum Beispiel eine Image-Kampagne. Dafür haben wir bereits ein Fotoshooting mit den Busfahrern und ihren Fahrzeugen in Nordrhein-Westfalen für eine Ausstellung veranstaltet. Zudem überlegen wir, wie wir dieseFotos noch weiter für die Image-Kampagne verwenden können. Schließlich steht die Branche insgesamt vor spannenden Herausforderungen. Trends wie Elektromobilität, Autonomes Fahren und On-Demand-Verkehre werden den ÖPNV in Deutschland stark verändern. Daher beschäftigen wir uns intensiv mit neuen Mobilitätsangeboten. Zum Beispiel testen wir im bayerischen Bad Birnbach den ersten autonom fahrenden Bus im öffentlichen Linienbetrieb in Deutschland. Gemeinsam mit unseren Aufgabenträgern kann ich mir auch in anderen Bereichen spannende Kooperationen vorstellen.

Zur Person

Klaus Müller ist seit dem 1. Dezember2017 Vorstandsmitglied der DB Regio AG und verantwortet seitdem das Ressort Regio Bus. Bereits seit 1996 gehört Müller dem DB-Konzern an und begann seine Laufbahn im Finanzbereich der Werke. Bereits von 1997 bis 2004 war er für DB Regio tätig, unter anderem als Leiter Finanzen und Controlling für die Region Bayern und als Geschäftsführer der Omnibusverkehr Franken GmbH. Nach einer Station als Finanzchef bei DB Fuhrpark übernahm er 2009 die Leitung der Regionalnetze bei der DB Netz AG. Müller war damit für rund ein Drittel des DB-Streckennetzes verantwortlich, in dem rund 4.500 Mitarbeiter arbeiten.

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