Bauarbeiten an der Wuppertaler Schwebebahn


Das Wuppertaler Wahrzeichen ist weltweit einmalig und überaus erfolgreich: Seit der Eröffnung der Schwebebahn am 1. März 1901 sind mehr als 1,6 Milliarden Menschen durch das Tal der Wupper geschwebt. Noch bis 2013 dauern die Erneuerungsarbeiten für eine sichere Zukunft in den nächsten 100 Jahren an. Deshalb steht die Bahn an manchen Tagen still.


Wuppertaler Schwebebahn

Zur Geschichte der Schwebebahn

Bereits in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts war in den Städten Elberfeld und Barmen die Notwendigkeit erkannt worden, neben der Eisenbahn und Pferdestraßenbahn ein zusätzliches, schnelles Verkehrsmittel zu bauen. Die Doppelstadt, ein Zentrum der Frühindustrialisierung im Westen Deutschlands, konnte den stark angestiegenen Nahverkehrsbedarf nicht mehr bewältigen. Das bereits damals dicht bebaute Tal ließ eine zusätzliche Verkehrsstraße nicht zu. So entschloss man sich für den Bau einer Hochbahn über dem Flusslauf der Wupper, wobei man das Konstruktionssystem des Kölner Ingenieurs Eugen Langen realisierte. Im Sommer 1898 erfolgte der erste Spatenstich und am 24. Oktober 1900 absolvierte Kaiser Wilhelm II. mit Gefolge eine Probefahrt. Am 1. März 1901 nahm die Bahn den öffentlichen Betrieb zwischen Kluse und Uoo/Stadion auf und im Sommer 1903 war auch der östliche Abschnitt bis nach Oberbarmen realisiert. Die Strecke ist insgesamt 13,3 Kilometer lang. Davon sind zehn Kilometer über der Wupper installiert. Die einschienige Hängebahn befördert an Werktagen rund 84.000 Menschen und im Jahr sind damit rund 24 Millionen Menschen unterwegs. Die Bahn ist schnell, sicher und anders als bei einer Untergrundbahn gibt es bei jeder Tour erneut etwas anderes entlang der Strecke zu entdecken.
Seit 1995 wurden alle Brücken und Stützen sowie die meisten Stationen erneuert.
Neue speziell entwickelte "Flüsterschienen", komplett feuerverzinkte Stahlteile und ein hochwertiger Korrosionsschutz kamen zur Verwendung. Alle Stationen erhalten behindertengerechte Aufzüge.


Bauarbeiten bis 2013

Bis ins Jahr 2013 dauern die letzten Arbeiten an. In den Sommerferien 2012 werden die Endstation Oberbarmen und ein Teil der dortigen Wagenhalle abgerissen und neu gebaut. Anschließend wird bis 2013 auch der restliche Teil der Halle neu errichtet.
Ab den Herbstferien 2012 wird die Station Werther Brücke entfernt und anschließend formidentisch neu errichtet. Sie erhält genauso wie die ebenfalls im alten Stil nachgebauten Bahnhöfe Landgericht und Völklinger Straße behindertengerechte Aufzüge.

Mehr Informationen über die Ausbauarbeiten und die Zeiten, weshalb die Schwebebahn nicht in Betrieb ist, finden Sie hier: