In der Hansestadt Greifswald ist die Romantik zu Hause – nicht nur wegen der malerischen Altstadt oder der Lage am Segelrevier Greifswalder Bodden, sondern vor allem, weil hier eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der gleichnamigen Kunstepoche das Licht der Welt erblickte: Caspar David Friedrich. Noch heute können Sie hier den Lebensweg des weltbekannten Malers nachvollziehen.
© Marc Waschkau
Am Fuße des Domes befindet sich das Friedrich'sche Quartier. Hier betrieb der Vater des Künstlers eine Seifensieder- und Kerzengießerwerkstatt. Heute befindet sich in den Räumen das Caspar-David-Friedrich-Zentrum mit einer umfangreichen Dokumentation über den größten Sohn der Stadt. Gleichzeitig bildet die Ausstellung die erste Station des Caspar-David-Friedrich-Bildweges – eines Rundganges, der Sie an insgesamt 15 Plätze führt, die den Künstler zu seinen Gemälden inspirierten. Folgen Sie den Wegweisern zum Beispiel zum Universitätshauptgebäude mit seiner barocken Aula, ins Pommersche Landesmuseum, zum Greifswalder Museumshafen und zur Pfarrkirche St. Jacobi.
Caspar-David-Friedrich-Bildweg: 15 sehenswerte Plätze
Einige Stationen des Bildweges erreichen Sie am besten mit dem Bus. Die Linie 2 zum Beispiel bringt Sie ab ZOB am Bahnhof und Innenstadt alle 15 Minuten bis zur Station Eldena Mühle. Von dort aus sind es noch etwa 300 Meter Fußweg bis zur Klosterruine Eldena, einem der zentralen Motive im Schaffen des Frühromantikers. Von hier aus ist es fußläufig nicht weit bis nach Wieck. Die Nordmole im Hafen des Fischerdörfchens erinnert an Friedrichs Werk „Das Eismeer“. Aber auch abseits des Bildweges gibt es hier etwas zu sehen, beispielsweise die über 100 Jahre alte hölzerne Zugbrücke über dem Fluss Ryck. Wollen Sie sich zuerst in Wieck umsehen, können Sie mit einem Bus der Linie 2 direkt dorthin fahren.
Europäische Route der Backsteingotik
Statt auf den Spuren Caspar David Friedrichs zu wandeln, können Sie Greifswald auch von seinen anderen Seiten entdecken. Folgen Sie der Europäischen Route der Backsteingotik und entdecken Sie die neun bekanntesten mittelalterlichen Bauten der Hansestadt. Oder erkunden Sie die schwedische Seite Greifswalds. Bis 1815 stand die Stadt in der Herrschaft der goldenen Kronen. Casper David Friedrich (1774–1840) war somit auch ein Schwede. Genug gewandert? Dann genießen Sie in einem der vielen Restaurants um den Marktplatz die junge und lebhafte Atmosphäre der Universitätsstadt.
Mit dem RE 3 fahren Sie von Berlin auf direktem Weg nach Greifswald. Am Ausgang des Bahnhofsgebäudes orientieren Sie sich am besten am hohen Turm der Nikolaikirche. Nach fünf Minuten erreichen Sie über die herrliche Wallanlage die Taufkirche des Malers.
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Stadtinformation Greifswald
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