Fast 1000 Jahre ist die Burg über Eisenach wehrhafte Feste und Residenz. Betritt der Besucher die Wartburg, öffnet sich ihm die 900 Jahre alte Geschichte: die höfische Kunst des Mittelalters, die Arbeit und das Leben Martin Luthers und der heiligen Elisabeth , das Fest der deutschen Burschenschaften und Richard Wagners romantische Oper "Tannhäuser". All das verleiht der Burg die riesige Anziehungskraft.
Neben vielen Ausstellungen ist das original erhaltene Wohn- und Arbeitszimmer des Reformators Martin Luther, der hier als Junker Jörg im Schutze der Burg das Neue Testament übersetzte, Ziel der Besucher. Als Zeugin deutscher Geschichte gehört die Wartburg seit 1999 zum UNESCO-Welterbe.
Anreise:
Mit der Bahn bis Eisenach dann weiter mit dem Linienbus (gegenüber dem Hauptbahnhof) zur Wartburg.
Wartburg-Stiftung
Auf der Wartburg
999817 Eisenach
Tel.: 03691/2500
Das Seilermuseum Schlotheim befindet sich in einem für die Seilerei typischen Gebäude, der Spinnbahn. Diese langgestreckten Fachwerkgebäude prägten das Bild der Kleinstadt zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts. Das Museum zeigt einen typischen Teil der Industriegeschichte Schlotheims.
Das Schlotheimer Seilerhandwerk entstand aus der Leinenweberei. Denn bis zum Aufkommen der billigen Baumwolle im 19. Jh. bildeten die aus Flachs hergestellten leinenen Gewebe die hauptsächliche Bekleidung der ländlichen Bevölkerung.
Spinnen und Weben des Flachses zu Leinen war zur damaligen Zeit allgemein auf dem Lande eine häusliche Winterbeschäftigung und diente den Familien als wirtschaftliches "Zubrot". Die Produkte der Seilerei und Weberei und der sich daraus ableitenden, artverwandten großen Produktpalette sowie der hohe Exportanteil machten Schlotheim weltbekannt.
Öffnungszeiten:
Dienstag von 13 bis 17 Uhr; weitere Termine nach telefonischer Absprache.
Anreise:
Mit der Bahn bis Mühlhausen und dann weiter mit den Regionalbuslinien 131 und 249 Richtung Sondershausen Mo bis Fr
Seilermuseum Schlotheim
An der Mühle 5
99994 Schlotheim
Tel.: 036021/92607
Mühlhausen besitzt einen noch fast vollständig erhaltenen mittelalterlichen Stadtmauerring mit Wehrtürmen.
Dieser vermittelt einen imposanten Eindruck von der Wehrhaftigkeit der einstigen Freien Reichsstadt. So konnten die Bürger ihren Reichtum vor kriegerischen Eindringlingen schützen. Die 2750 Meter lange Stadtmauer ist über eine Länge von 330 Metern begehbar. Zudem bietet sich von der Aussichtsplattform des Rabenturmes ein herrliches Panorama von Mühlhausen und Umgebung.
Wenn Sie Mühlhausen besuchen, sollten Sie auch unbedingt einen Besuch im Bauernkriegsmuseum, im "Museum am Lindenbühl", im historischen Rathaus und in der Divi-Blasii-Kirche einplanen.
Anreise:
Mit der Bahn bis Mühlhausen und dann mit dem Stadtlinienverkehr bis Blobach, zu Fuß Karl-Marx-Straße/Görmarstraße/Steinweg/Herrenstraße/Inneres Frauentor (ca. 25 Min)
Stadtverwaltung Mühlhausen
Amt für Kultur, Tourismus, Sport und Soziales
Ratsstrasse 20
99974 Mühlhausen
Tel.: 03601/452321
Das Museum der Natur in Gotha, am Gothaer Park gelegen, ist das größte Naturmuseum Thüringens. Es befindet sich im Gebäude des einst Herzoglichen Museums, das in der Gründerzeit in den Jahren 1864 - 1879 im Stil der Neorenaissance errichtet wurde. Äußerlich zeigt das Bauwerk reichen figürlichen Schmuck, innenarchitektonisch sind klare Formen und ein vielfältiger Stuckdekor bestimmend. Die Geschichte der Sammlungen reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück. Über 300 Jahre alte Stücke aus den Anfängen des Herzoglichen Kunst- und Naturalienkabinetts gehören heute zu den wertvollsten Sammlungsobjekten.
Gegenwärtig können vier Dauerausstellungen besucht werden.
weitere Infos
Öffnungszeiten:
Mai bis Oktober, Dienstag bis Sonntag: 10 bis 17 Uhr
November bis April, Dienstag bis Sonntag: 10 bis 16 Uhr
Anreise:
Das Museum ist mit der Thüringer Wald- und Straßenbahn zu erreichen (ca. 350 m ab Haltestelle "Bahnhofstraße"). Vom Hauptbahnhof kann man auch zu Fuß durch den Park (ca. 550 m) laufen.
Museum der Natur Gotha
Parkallee 15
99867 Gotha
Tel.: 03621/8230-0
Mihlas erste urkundliche Erwähnung erfolgte zwischen 780 und 802. Der Name bezeichnet eine "Stelle am Werralauf, an der durch die Kraft des Wassers Steine zu Sand zermahlen werden."
Von 1436 - 1945 bestimmte das Rittergeschlecht von Harstall das Dorfleben. Diese besaßen in Mihla zeitweise drei Rittergüter. Zwei der Schlossbauten des 16. Jahrhunderts, das Graue und das Rote Schloss, haben sich bis heute erhalten und zählen zu den eindrucksvollsten Renaissancebauten des Landadels in Westthüringen.
Bislang konnte man sie nicht sehen, die Haineck oberhalb des Ortes Nazza. Dieser befindet sich unweit des Ortes Mihla.
Die Aktiven des Burgvereins haben in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass man die Ruine nicht nur besichtigen, sondern auch ihren Aussichtsturm besteigen kann, von dem aus man den besten Überblick auf die Pracht des Laubmischwalds im Hainich genießt.
Anreise:
Mit der Bahn bis Eisenach und weiter mit den Buslinien L 28 und L 30 bis Mihla bzw. Nazza
Heimat- und Verkehrsverein Mihla e.V.
Marktstraße 18
99826 Mihla
Tel.: 03692/38011
Anfang des 19. Jh. war hier eines der Hauptanbaugebiete des Waids, einer Faserpflanze zur Herstellung blauen Farbstoffes. Noch heute erinnern Straßenbezeichnungen wie Waidstraße oder Waidmühle sowie ein Waidstein an den einstigen Anbau und die Zubereitung des Farbstoffes.
Die landwirtschaftlich geprägte Geschichte dieses Ortes wird in einer Heimatstube und in einem sehenswerten historischen Landmaschinen- und Technikmuseum lebendig gehalten.
Öffnungszeiten: nach vorheriger Absprache
Anreise:
Mit der Bahn bis Großengottern, ab Mühlhausen mit dem Regionalbus 141 bis Großengottern oder ab Bad Langensalza mit der Buslinie 745 Richtung Altengottern.
Historisches Landmaschinenmuseum Großengottern e.V.
Neue Straße 43
99991 Großengottern
Tel.: 036022/96480