Alleine wandern


Die einen mögen es gemütlich, die anderen sportlich, wieder andere anspruchsvoll bis zum Nervenkitzel. Die Hochgebirgslandschaft des Nationalparks Berchtesgaden bietet auf 230 km Wanderwegen und alpinen Steigen für jeden Geschmack etwas.

Wandern

Wichtig:
Generell gilt, dass man sich in alpinem Gelände bewegt und bei allen Touren den Rat der Bergwacht, unseres Nationalparkdienstes und der Hüttenwirte berücksichtigen sollte. Festes Schuhwerk, wasserfeste und warme Kleidung sowie eine ordentliche Karte für die Routenplanung sind unerlässlich!

Tipp:
Die Jennerseilbahn ist ein guter Ausgangspunkt für eine Vielzahl von Wanderungen in und um den Nationalpark. Als umweltfreundlichstes Verkehrsmittel bietet sie Ihnen die Möglichkeit Orte zu erreichen, die auf bis zu 1800 m Höhe liegen.


"Malerwinkel-Rundweg", 4 km
Ein leichter Spaziergang mit wenigen Steigungen und grandiosen Ausblicken auf den Nationalpark ist der "Malerwinkel-Rundweg" am Königssee.

Höhenunterschied: ca. 100 m

Route: Vom Schiffsanleger aus links vorbei an den Bootshäusern und dem breiten Wanderweg folgend bis zum Aussichtspunkt. Der Rundweg führt Sie weiter durch einen ausgeprägten Bergmischwald bis zur Talstation der Jennerbahn. Von dort zurück zum Königssee.

Tipp: Nehmen Sie sich Zeit für den herrlichen Blick über den Königssee auf St. Bartholomä.
Wimbachtal, 18 km
Wer eine bequeme Talwanderung bevorzugt, in Ruhe die Bergwelt genießen will und sich für die schroffe Geologie der Alpen interessiert, ist im Wimbachtal auf dem Weg zum Wimbachschloss genau richtig.

Höhenunterschied: 700 m

Route: Von der Nationalpark-Infostelle Wimbachbrücke zunächst auf der Teerstraße hinauf zur Wimbachklamm (Eintrittsgebühr). Auf mäßig steilem Weg entlang des Wimbachs und später durch den Wald zum Wimbachschloss (im Sommer Einkehrmöglichkeit). Nun abwechselnd direkt über den Schuttstrom, dann wieder auf einem Waldweg bis zur Wimbachgrieshütte (im Sommer bewirtschaftet).

Tipp: Im hinteren Wimbachtal entdeckt man eine botanische Rarität: Spirken, die aufrecht wachsende Form der Latsche!

Wanderung im Klausbachtal, 12 km
Und wer das Schwitzen nicht scheut kann seinen Weg fortsetzen bis an die Wimbachgrieshütte. Mit ein wenig Glück zeigt sich dem geduldigen Beobachter auf einer Wanderung im Klausbachtal der König der Lüfte, der Steinadler.
Für Konditionsstarke heißt die Empfehlung Aufstieg zum Watzmannhaus.

Höhenunterschied: ca. 1300 m

Route: Von der Nationalpark-Infostelle Wimbachbrücke Wimbachbrücke, Ramsau b. Berchtesgaden nach links über die Brücke und dann sofort nach rechts auf den Weg Nr. 441 abbiegen. Diesem folgt man hinauf, vorbei an Stuben- und Mitterkaseralm. Ab hier verengt sich der befestigte Fahrweg zum Bergsteig und führt über die Falzalm hinauf zum Watzmannhaus (im Sommer bewirtschaftet).

Anreise: Wir haben in unserer Reiseauskunft Ihr Reiseziel Wimbachbrücke, Ramsau b. Berchtesgaden bereits voreingestellt. So können Sie bequem Ihre Verbindungen aussuchen, Ihre Fahrscheine direkt buchen und Sitzplätze online reservieren.

Tipp: Wer vor hat, dem Watzmann noch näher "auf den Leib zu rücken", muss über Bergerfahrung, sehr gute Kondition und entsprechende Ausrüstung verfügen!
Obersee, 2 km
Leichter Spaziergang auf gut ausgebauten Wegen mit wenigen Steigungen

Gehzeit: ca. 1-2 Stunden

Route: Von der Schiffsanlegestelle in Salet führt ein Fußweg vorbei am Mittersee zum Obersee. Gesteinstrümmer links und rechts des Weges erinnern an einen ehemaligen Bergsturz. Vom Obersee aus besteht die Möglichkeit bis zur Fischunkelalm am gegenüberliegendem Seeufer (im Sommer bewirtschaftet) weiterzuwandern oder gleich den Rückweg nach Salet einzuschlagen.

Tipp: Denken Sie an die Abfahrtszeit des letzten Bootes!

Eiskapelle, ca. 6 km
Wanderungen mit zwischendurch steilen Anstiegen, die Sie trittsicher und mit guter Kondition meistern.

Gehzeit: ca. 2 bis 3 Stunden

Höhenunterschied: ca. 240 m

Route: Von der Nationalpark-Infostelle St. Bartholomä auf flachem Weg bis zur Kapelle St. Johann und Paul. Weiter durch den Wald steil aufwärts, bis Sie das große Lawinenschneefeld am Fuß der Watzmann-Ostwand erreichen. Auf gleichem Weg geht es zurück nach St. Bartholomä.

Tipp: Form und Größe der "Eiskapelle" verändern sich im Lauf der Jahreszeiten. Nicht immer ist sie leicht zu entdecken! Bitte nicht betreten: Lebensgefahr! Das Gletschertor kann in sich zusammenstürzen.
Halsalm im Klausbachtal, ca. 6 km
Wanderungen mit zwischendurch steilen Anstiegen, die Sie trittsicher und mit guter Kondition meistern.

Gehzeit: ca. 2 bis 3 Stunden

Höhenunterschied: ca. 440 m

Route: Vorbei an der Nationalpark-Infostelle Hintersee ein kurzes Stück auf der Teerstraße und dann nach rechts abbiegen. Ein kontinuierlich steigender Weg führt Sie hinauf zur Halsalm. Von der Almhütte auf schmalem Pfad über die Almfläche, wo sich ein herrlicher Blick über den Hintersee und das Ramsauer Tal eröffnet. Weiter Richtung Ramsau zum Parkplatz Fernsebner. Auf einem Fußweg entlang der Straße gelangen Sie zurück zum Ausgangsort.

Tipp: Mit Glück können Sie den König der Lüfte, den Steinadler, beobachten!
Bindalm und weiter, 12 km
Mäßig steile Wege durch Täler des Nationalparks, gefordert sind vor allem Ausdauer, Bergschuhe und eine kleine Brotzeit für unterwegs.

Gehzeit: ca. 6 - 8 Stunden

Höhenunterschied: 320 m

Route: Von der Nationalpark-Infostelle Hintersee entlang des Klausbachs auf flachem Weg zur Engert-Holzstube. Weiter geht's über etwas steilere Abschnitte zur Bindalm. Von dort aus Möglichkeiten zum Weiterwandern bis zum österreichischen Grenzübergang am Hirschbichlpass oder auf gleichem Weg zurück zum Ausgangsort. Von Mai bis Oktober können Sie den Linienbus zwischen Hintersee und Weißbach benutzen.

Tipp: Auch Mountainbiker kommen im Klausbachtal voll auf ihre Kosten!
Gotzenalm, 18 km
Anspruchsvolle Tour mit sehr steilen Anstiegen, für die man sich einen Tag Zeit nehmen sollte. Trittsicherheit, sehr gute Kondition sowie Bergschuhe und Brotzeit sind unbedingt notwendig!

Höhenunterschied: ca. 1100 m

Route: Von der Bushaltestelle Königssee/Parkplatz, Schönau a. Königssee vorbei an der Talstation Jennerbahn die Straße entlang, bis bei den letzten Häusern die Abzweigung nach rechts zum Hochbahnweg (Nr. 493) führt. Über den schattigen Waldweg gelangt man hinauf bis zur Forststraße, der man nach rechts bis zur Königsbachalm folgt (im Sommer bewirtschaftet). An der Wegkreuzung hält man sich an den Weg Nr. 493 und folgt diesem vorbei an der Gotzentalalm über Serpentinen bis hinauf zur Gotzenalm (im Sommer bewirtschaftet). Abstiegsmöglichkeiten zur Bushaltestelle Hinterbrand, Schönau a. Königssee und den Anlegestellen Kessel, Schönau a. Königssee bzw. Salet, Schönau a. Königssee der Schifffahrt Königssee.

Anreise: Wir haben in unserer Reiseauskunft Ihr Reiseziel Königssee/Parkplatz, Schönau a. Königssee bereits voreingestellt. So können Sie bequem Ihre Verbindungen aussuchen, Ihre Fahrscheine direkt buchen und Sitzplätze online reservieren.

Tipp: Von der Gotzenalm gelangt man in 10 Minuten zum Aussichtspunkt Feuerpalfen. Hier hat man einen Tiefblick auf den Königssee und die Halbinsel St. Bartholomä!