Häufige Fragen und Antworten zum Thema Fahrgastrechte

A) Allgemeine Fragen zu den Fahrgastrechten

Worin bestehen die wesentlichen Regelungen der Fahrgastrechte?

Die wesentlichen Regelungen sind:

  • Haftung für die auf der genutzten Fahrkarte abgebildete Reisekette über alle beteiligten Eisenbahnunternehmen hinweg im Bereich von S-Bahn bis ICE
  • 25 Prozent Entschädigung ab 60 Minuten Verspätung, 50 Prozent ab 120 Minuten, jeweils bezogen auf den bezahlten Fahrpreis für einfache Fahrt
  • Erstattung des ICE Sprinter-Aufpreises ab 30 Minuten Verspätung.
  • Der Kunde kann bei der Form der Entschädigung zwischen einem Gutschein und der Auszahlung des Geldbetrages wählen.
  • Zeitkarten (einschließlich Schülerzeitkarten), die BahnCard 100 und weitere Zeitkarten wie Schönes-Wochenende-Ticket, Quer-durchs-Land-Ticket und Länder-Tickets werden pauschal je Verspätung ab 60 Minuten gemäß nachstehender entschädigt.

    1) Entschädigung pro Fahrt für Zeitkarten ab 60 Minuten Verspätung
    Zeitkarten des Nahverkehrs (auch Schönes-Wochenende-Ticket, Quer-durchs-Land-Ticket, Länder-Tickets) 2. Klasse: 1,50 Euro; 1. Klasse: 2,25 Euro
    Zeitkarten des Fernverkehrs 2. Klasse: 5,- Euro; 1. Klasse: 7,50 Euro
    BahnCard 100 2. Klasse: 10,- Euro; 1. Klasse: 15,- Euro

    2) Entschädigungsbeträge von weniger als 4,- Euro werden nicht ausgezahlt. Somit müssen Inhaber von Zeitkarten des Nahverkehrs mindestens zwei (1. Klasse) bzw. drei (2. Klasse) Verspätungen geltend machen und diese gesammelt einreichen.

    3) Bei Wochen- und Monatskarten des Nahverkehrs bitten wir, die Verspätungsfälle nach Ablauf der Geltungsdauer gesammelt beim Servicecenter Fahrgastrechte einzureichen. Bei Jahreskarten kann die Einreichung auch unterjährig erfolgen, jedoch sollte der Kunde auch hier mindestens drei Verspätungen gesammelt einreichen.

    4) Bei Zeitkarten werden insgesamt maximal 25 % des Zeitkartenwertes entschädigt.


  • Für jeden Verspätungsfall ist ein Fahrgastrechte-Formular einzureichen.
  • Bei einer zu erwartenden Verspätung am Zielbahnhof von mehr als 60 Minuten kann der Fahrgast vor Fahrtantritt von seiner Reise zurücktreten, bzw. die Fahrt unterwegs abbrechen und zu seinem Startbahnhof zurückkehren, wenn die Fahrt sinnlos geworden ist. In beiden Fällen kann sich der Fahrgast den vollen Fahrpreis erstatten lassen. Alternativ kann der Fahrgast seine Reise an einem Unterwegsbahnhof abbrechen und sich den Anteil des Fahrpreises für den nicht genutzten Anteil erstatten lassen.
  • Bei einer zu erwartenden Verspätung von mindestens 20 Minuten an seinem
    Zielbahnhof kann der Fahrgast seine Reise mit einem anderen Zug antreten beziehungsweise fortsetzen. Ausgenommen sind Züge mit Reservierungspflicht, wie zum Beispiel die ICE Sprinter- oder CityNightLine-Verbindungen. Kunden mit einer Nahverkehrsfahrkarte müssen zunächst eine gültige Fernverkehrs-Fahrkarte/einen Produktübergang für den anderen Zug kaufen. Die entstehenden Kosten kann der Fahrgast anschließend geltend machen. Von dieser Regelung ausgenommen sind erheblich ermäßigte Fahrkarten. Darunter fallen insbesondere die Länder-Tickets und das Schönes-Wochenende-Ticket.
  • Bei einer zu erwartenden Verspätung am Zielort von mindestens 60 Minuten und einer planmäßigen Ankunftszeit zwischen 0 und 5 Uhr hat der Fahrgast das Recht, ein anderes Verkehrsmittel, wie zum Beispiel Bus oder Taxi, zu nutzen. Die Kosten hierfür werden bis maximal 80 Euro erstattet. Dazu muss der Fahrgast zusätzlich das Original der Busfahrkarte oder Taxi-Quittung an das Servicecenter Fahrgastrechte einsenden.
  • Dies gilt ebenfalls bei Ausfall eines Zuges, sofern es sich dabei um die letzte fahrplanmäßige Verbindung des Tages handelt und der Zielbahnhof ohne die Nutzung eines anderen Verkehrsmittels nicht mehr bis um 24 Uhr erreicht werden kann.
  • Wenn der Kunde mit der Entschädigungsentscheidung nicht einverstanden ist, kann er sich mit seinem Einwand ebenfalls an das Servicecenter Fahrgastrechte, 60647 Frankfurt (M) wenden.
    Beschwerden gegen Entscheidungen zu den Einwänden können an folgende Schlichtungsstellen gerichtet werden: Link auf Seite „Beschwerden, Schlichtung, Nationale Durchsetzungsstelle“
  • Wird aufgrund eines Zugausfalls oder einer Verspätung eine Übernachtung erforderlich und ist die Fortsetzung der Fahrt am selben Tag nicht zumutbar, werden dem Fahrgast angemessene Übernachtungskosten erstattet. Dazu muss der Fahrgast zusätzlich das Original der Hotelrechung an das Servicecenter Fahrgastrechte einsenden.

Wo kann sich der Fahrgast über seine Rechte informieren?

Es werden Broschüren "Ihre Rechte als unser Fahrgast" in den Verkaufsstellen und an DB Informationen ausgelegt. Darüber hinaus gibt es Aushänge zu den Fahrgastrechten an der DB Information und in DB Reisezentren und Informationen im Internet unter www.bahn.de/fahrgastrechte und www.fahrgastrechte.info. Zudem stellt die DB ihre Beförderungsbedingungen wie bisher im Internet unter www.bahn.de/agb und an DB-Automaten mit Berührungsbildschirm zur Verfügung. Zusätzlich gibt es eine speziell zu den Fahrgastrechten eingerichtete Servicehotline 0180 6 20 21 78 (20 ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 60ct/Anruf).

Wird der Kunde im Verspätungsfall durch die Zugbegleiter über die Fahrgastrechte informiert?

Die Zugbegleiter im Fernverkehr und Kundenbetreuer im Nahverkehr informieren die Kunden über Verspätungen, Anschlussmöglichkeiten und ihre Fahrgastrechte. Sie bestätigen Verspätungen ihres Zuges ab 60 Minuten auf dem Fahrgastrechte-Formular und geben die bestätigten Formulare an die Reisenden ihres Zuges aus. Im ICE Sprinter werden Verspätungen ab 30 Minuten bestätigt.

Hat der Kunde auch einen Entschädigungsanspruch, wenn sein Nahverkehrszug verspätet ist und er dadurch seinen Anschluss zum Fernverkehr verpasst?

Der Kunde hat einen Entschädigungsanspruch für die gesamte Reisekette. Sobald der Kunde mit einer Verspätung von mindestens 60 Minuten seinen Zielbahnhof erreicht, hat er Anspruch auf eine Entschädigung, unabhängig davon, welcher Zug und welches Eisenbahnunternehmen die Verspätung verursacht hat. Voraussetzung dafür ist, dass der Kunde eine Fahrkarte für die Gesamtstrecke besitzt.

Welche Ansprüche hat der Kunde, wenn er für seine Fahrt mehrere Fahrkarten nutzt?

Jede Fahrkarte stellt einen eigenständigen Beförderungsvertrag dar. Die Verspätungsentschädigung wird für jede Fahrkarte separat ermittelt.

Was ist, wenn ein Reisender auf Grund einer Verspätung seiner U-Bahn, seiner Straßenbahn, seines Busses oder seines Taxis (z.B. Stau) seinen planmäßigen Zug-Anschluss verpasst?

Für Verspätungen, die bei U-Bahnen, Straßenbahnen, Bussen oder Taxi entstehen, besteht kein Entschädigungsanspruch. Der Entschädigungsanspruch gilt ausschließlich für Eisenbahnverkehrsleistungen (von der S-Bahn bis zum ICE, auch IC Bus).

Gelten die Fahrgastrechte auch in den IC Bussen der DB Fernverkehr AG?

Für die IC Busse gelten die Fahrgastrechte für den Eisenbahnverkehr entsprechend.

Was ist, wenn innerhalb der Reise eine Bus- oder Schiffsverbindung enthalten ist und durch die Verspätung des Busses beziehungsweise des Schiffes die Anschlüsse nicht erreicht werden?

Umfasst die Fahrkarte auch die Berechtigung zur Nutzung von Bussen oder Schiffen, gilt der Entschädigungsanspruch ausschließlich für die Eisenbahnstrecke. Liegen Ursache und Wirkung für die verspätete Ankunft des Fahrgastes hingegen außerhalb des Eisenbahnverkehrs ein (z.B. Verspätung von Bus oder Schiff, die Bestandteil der Fahrkarte sind), können keine Ansprüche für den Eisenbahnverkehr geltend gemacht werden.

Gibt es auch eine Entschädigungsregelung bei Verspätungen innerhalb von Verkehrsverbünden?

Grundsätzlich gelten die Fahrgastrechte auch in den Eisenbahnverkehren der Verbünde (z.B. bei S-Bahnen, RE oder RB). Es ist den Verbünden jedoch freigestellt, weitergehende Regelungen zu treffen. Die Zuständigkeit für die Abwicklung der Fahrgastrechte regelt jeder Verbund individuell. Inhaber von Fahrkarten eines Verkehrsverbundes sollten sich beim jeweiligen Verbund nach den dort gültigen Regelungen zu Fahrgastrechten erkundigen.

Wann darf der Reisende einen höherwertigen Zug benutzen?

Bei einer zu erwartenden Verspätung von mindestens 20 Minuten an seinem Zielbahnhof darf der Fahrgast einen höherwertigen, nicht reservierungspflichtigen Zug nutzen. Kunden mit einer Nahverkehrsfahrkarte müssen zunächst eine gültige Fernverkehrs-Fahrkarte, beziehungsweise den Produktübergang bezahlen. Die entstehenden Aufwendungen kann der Kunde anschließend geltend machen. Die Regelung gilt nicht für erheblich ermäßigte Fahrkarten - dazu zählen z.B. Schönes-Wochenende-Tickets und Länder-Tickets.

In welchen Fällen darf der Kunde ein Taxi nutzen?

Bei einer zu erwartenden Verspätung am Zielort von mindestens 60 Minuten und einer planmäßigen Ankunftszeit zwischen 0 und 5 Uhr hat der Fahrgast das Recht, ein anderes Verkehrsmittel, wie zum Beispiel Bus oder Taxi, zu nutzen. Die Kosten hierfür werden bis maximal 80 Euro erstattet.
Dies gilt ebenfalls bei Ausfall eines Zuges, sofern es sich dabei um die letzte fahrplanmäßige Verbindung des Tages handelt und der Zielbahnhof ohne die Nutzung eines anderen Verkehrsmittels nicht mehr bis um 24 Uhr erreicht werden kann.
Stellt die Eisenbahn eine Alternative (z.B. Sammeltaxen) zur Verfügung, muss diese genutzt werden.

Sind die gesetzlichen Regelungen des Datenschutzes bei der Erstellung des Fahrgastrechte-Formulars berücksichtigt?

Das Fahrgastrechte-Formular wurde mit den Datenschutzbehörden abgestimmt und entspricht den gesetzlichen Anforderungen. Es werden nur Informationen abgefragt, die für die Bearbeitung des Falles beziehungsweise die Entschädigung des Kunden benötigt werden. Personenbezogene Daten werden ausschließlich für die Bearbeitung durch das Servicecenter Fahrgastrechte erhoben. Weitergehende Informationen, wie Telefonnummer und E-Mail-Adresse sind freiwillig. Die personenbezogenen Daten werden ausschließlich für Abwicklungs- und Kontrollzwecke, sowie für die Plausibilitätsprüfung zwischen den beteiligten Unternehmen automatisiert erhoben, verarbeitet und genutzt, es sei denn, der Kunde hat der Nutzung zu Kundenbetreuungszwecken explizit zugestimmt.

Welche Angaben sind in einem formlosen Schreiben an das Servicecenter Fahrgastrechte erforderlich?

Das formlose Schreiben muss alle relevanten Informationen zur Person des Kunden und zur Unregelmäßigkeit seiner Reise enthalten. Relevante Daten sind:

  • Anschrift
  • Datum der Reise
  • Darstellung der geplanten Zugverbindung
  • Angaben zum tatsächlichen Reiseverlauf
  • ggf. Kontoverbindung
  • Unterschrift

Datenschutzhinweis: Die personenbezogenen Daten werden ausschließlich für Abwicklungs- und Kontrollzwecke, sowie für die Plausibilitätsprüfung zwischen den beteiligten Unternehmen automatisiert erhoben, verarbeitet und genutzt, es sei denn, der Kunde hat der Nutzung zu Kundenbetreuungszwecken explizit zugestimmt.

B) Fragen zur Geltendmachung von Ansprüchen und zum Fahrgastrechte-Formular

Warum gibt es das Fahrgastrechte-Formular?

Nach den Fahrgastrechten haben die Kunden umfangreiche, einheitliche Entschädigungsansprüche gegenüber allen Eisenbahnunternehmen in Deutschland. Um den Kunden eine Vielzahl unterschiedlicher Abwicklungsunterlagen bei verschiedenen Unternehmen zu ersparen, haben die teilnehmenden Eisenbahnen ein Formular für alle Ansprüche aufgelegt.
Mit dem Fahrgastrechte-Formular erfragen wir vom Fahrgast ausschließlich die zur Bearbeitung seines Entschädigungsfalls benötigten Angaben:

  • Wie war Ihr geplanter Reiseverlauf?
  • Wie war Ihr tatsächlicher Reiseverlauf?
  • In welcher Form wünschen Sie Ihre Entschädigung?

Somit unterstützt das Fahrgastrechte-Formular gleichzeitig die zügige Bearbeitung der Ansprüche, da Rückfragen zu fehlenden Daten vermieden werden.

Wo erhält der Kunde das Fahrgastrechte-Formular?

Der Kunde erhält das Fahrgastrechte-Formular:

  • im Zug durch die Zugbegleiter im Fernverkehr beziehungsweise Kundenbetreuer im Nahverkehr
  • an DB Informationen
  • in DB Reisezentren und
  • im Internet unter www.bahn.de/fahrgastrechte und www.fahrgastrechte.info

Wer darf auf dem Fahrgastrechte-Formular die Verspätung bestätigen?

Die Zugbegleiter im Fernverkehr/ Kundenbetreuer im Nahverkehr bestätigen eine Verspätung ab 60 Minuten (im ICE-Sprinter ab 30 Minuten) für den von ihnen verantworteten Zug per Zangenabdruck auf dem Formular.
Die Mitarbeiter der DB Informationen und in den DB Reisezentren bestätigen eine Verspätung, wenn sie diese anhand vorliegender Daten überprüfen können. Die Bestätigung erfolgt durch das Anbringen eines Barcodes oder eines Stempelaufdrucks im vorgesehenen Feld des Formulars.

Wo erhält der Fahrgast seine Entschädigung?

Hat der Fahrgast im Zug, an einer DB Information oder im DB Reisezentrum seine Verspätung auf dem Fahrgastrechte-Formular bestätigt bekommen, kann er seine Entschädigung in einem DB Reisezentrum oder einer DB Agentur erhalten. Hierzu muss er die Daten seine Bahnreise in das Formular eintragen und das ausgefüllte Formular mit seiner Originalfahrkarte (ausgenommen Zeitfahrkarten) einreichen.

Hat der Fahrgast keine Bestätigung seiner Verspätung auf dem Fahrgastrechte-Formular erhalten, oder möchte nur eine Kopie seiner Fahrkarte einreichen, oder ist Inhaber einer Zeitfahrkarte, oder besitzt eine Fahrkarte im grenzüberschreitenden Verkehr, erhält er seine Entschädigung ausschließlich über das Servicecenter Fahrgastrechte, 60647 Frankfurt am Main.

Streckenzeitkarten/Zeitkarten werden ausschließlich über das Servicecenter Fahrgastrechte entschädigt. Dabei ist für jede Verspätung ein eigenes Formular einzureichen. Es ist ausreichend eine Kopie der Zeitkarte beizufügen. Falls Ihre Fahrkarte keinen Preisaufdruck hat, legen Sie bitte einen Kostennachweis, z.B. in Form einer Rechnung, bei (Ausnahme: BahnCard 100).

Wo kann der Kunde erforderliche Aufwendungen aufgrund einer Verspätung geltend machen?

Die Erstattung erforderlicher Aufwendungen aufgrund einer Verspätung (z.B. Bus, Taxi, Hotel) kann der Kunde ausschließlich beim Servicecenter Fahrgastrechte beantragen. Dazu müssen neben der Fahrkarte oder einer Kopie der Fahrkarte die Originalbelege zu den entstandenen Aufwendungen eingesendet werden.

Welche Stellen dürfen Fahrgastrechte-Formulare annehmen?

Die Formulare können in allen DB Reisezentren, in den Verkaufsstellen teilnehmender Eisenbahnunternehmen oder an DB Informationen abgegeben oder per Post zur Bearbeitung an das Servicecenter Fahrgastrechte gesendet werden.

Innerhalb welcher Frist müssen Ansprüche geltend gemacht werden?

- Die Anspruchsfrist beginnt am Ereignistag und
- endet nach einer 3-jährigen Verjährungsfrist: Die Verjährungsfrist von 3 Jahren beginnt mit dem Ablauf des Jahres, in dem das Verspätungsereignis stattgefunden hat und dadurch der Anspruch entstanden ist.

Zur Geltendmachung der Ansprüche muss der Fahrgast die Fahrkarte, ggf. erforderliche Belege und das Fahrgastrechte-Formular oder ein formloses Schreiben einreichen.

Wozu brauchen wir ein Servicecenter Fahrgastrechte?

Die einheitlichen Fahrgastrechte gelten für alle Eisenbahnunternehmen in Deutschland. Um den Kunden die Suche nach dem richtigen Ansprechpartner für ihre Entschädigungsansprüche zu ersparen, haben wir mit dem Servicecenter Fahrgastrechte einen gemeinsamen Ansprechpartner für alle Verspätungsfälle der teilnehmenden Eisenbahnen geschaffen.

An wen kann sich der Kunde wenden, wenn er mit einer Entscheidung des Servicecenter Fahrgastrechte nicht einverstanden ist?

Wenn der Kunde mit der Entschädigungsentscheidung nicht einverstanden ist, kann er sich mit seinem Einwand ebenfalls an das Servicecenter Fahrgastrechte, 60647 Frankfurt (M) wenden (Telefon 0180 6 20 21 78 (20 ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 60ct/Anruf).

Beschwerden gegen Entscheidungen zu den Einwänden können an folgende Schlichtungsstellen gerichtet werden: Übersicht Schlichtungsstellen

Gibt es auch eine Entschädigung für Kunden, die mit einer internationalen Fahrkarte aus dem Ausland nach Deutschland fahren, wenn die Verspätung in Deutschland entstanden ist?

Ja, die Fahrgastrechte gelten auch im internationalen Verkehr vom Ausland nach Deutschland. Unabhängig davon, wer die Verspätung verursacht hat, gilt für internationale Fahrkarten: Das Eisenbahnunternehmen, das die Fahrkarte verkauft hat, bearbeitet den Verspätungsfall. Die Adresse für die zuständige Bahn finden Sie unter www.bahn.de/fahrgastrechte.

Wie werden die Ansprüche aus den Fahrgastrechten für den IC Bus der DB Fernverkehr AG geltend gemacht?

Zur Geltendmachung der Ansprüche kann der Kunde das Fahrgastrechte-Formular verwenden. Die Ausgabe des Fahrgastrechte-Formulars erfolgt auch im IC Bus. Die Bestätigung der Verspätung des IC Busses erfolgt durch den Busfahrer bzw. durch das Check-In Personal im verspäteten IC Bus.

Beim Ausfüllen des Fahrgastrechte-Formulars ist zu beachten, dass unter Zuggattung das Kürzel „IC“ (für IC Bus) und unter Zugnummer die Nummer des Busses eingetragen wird. Ansonsten beziehen sich alle Angaben, in denen das Wort „Zug...“ vorkommt auch auf den IC Bus.

Entschädigung durch DB Reisezentrum: Nur bei bestätigten Fahrgastrechte-Formularen, denen eine reine Busfahrkarte (ohne Vor-/Nachlauf mit Zug) zugrunde liegt und nur bei Busfahrkarten im DB Binnenverkehr.

Entschädigung durch Servicecenter Fahrgastrechte: Bei nicht bestätigten Fahrgastrechte-Formularen, bei Vorliegen einer Fahrkarte mit Vor-/Nachlauf im Zug oder bei Vorliegen einer Fahrkarte im grenzüberschreitenden Verkehr.