Wissenwertes im Bereich Behindertensport

Jubelnde Sportler

60 Jahre DBS

Der Deutsche Behindertensportverband e.V. (DBS), feiert in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen. Die Geschichte des Behindertensports in Deutschland reicht bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts zurück, als erstmals der Wert von Leibesübungen für Menschen mit Behinderung erkannt wurde. Aber es dauerte rund 100 Jahre, bis Organisationen entstanden.

In der Bundesrepublik bildeten sich nach dem Zweiten Weltkrieg Versehrtensportgruppen, die sich zusammenzuschließen begannen, was am 4. Juli 1951 zur Gründung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Versehrtensport (ADV) führte. Dieses Datum ist der Ursprung des Deutschen Behindertensportverbands, der diesen Namen allerdings erst 1975 annahm. Denn die Zahl der Kriegsversehrten nahm ab und allgemein wuchs die Einsicht in die hohe Bedeutung des Sporttreibens für Menschen mit Behinderung. In der DDR spielten neben dem Versehrtensport von Anfang an Gehörlosensportgruppen eine wichtige Rolle, die in den 1959 gegründeten Deutschen Verband für Versehrtensport (DVfV) integriert waren. Mit der Vereinigung Deutschlands löste sich 1990 der DVfV (rund 13.500 Mitglieder) auf und trat dem DBS (rund 200.000 Mitglieder) bei. Von da an nahm der Behindertensport in Deutschland einen rasanten Aufschwung: im Jahr 2000 waren 300.000 Mitglieder in 3.340 Vereinen aktiv, noch einmal zehn Jahre später waren es mehr als 500.000 Mitglieder in fast 5.000 Vereinen. Der DBS, der von zahlreichen Sponsoren gefördert wird, ist unter seinem Präsidenten Friedhelm Julius Beucher zu einer unübersehbaren Kraft im Sportleben geworden.

Weiter Informationen erhalten Sie unter folgendem Link www.dbs-npc.de

Läufer

Paralympische Spiele

Die Paralympischen Spiele gehen auf eine Initiative des deutschen Neurologen Sir Ludwig Guttmann zurück, der 1944 ein Zentrum für Rückenmarksverletzte eröffnete und Sport als eine Form der Rehabilitation einführte. Schließlich fanden die Paralympischen Sommerspiele erstmals 1960 in Rom statt, bei denen 400 Athleten aus 23 Nationen gegeneinander antraten. Die ersten Paralympischen Winterspiele ereigneten sich 1976 in Schweden. Seit dem hat sich viel verändert und mittlerweile sind die Paralympischen Spiele zu einem der Großereignisse im internationalen Sportkalender geworden. Die zuletzt ausgetragenen Sommerspiele in Peking im Jahr 2008 verzeichneten rund 3.951 Athleten aus 146 Ländern.

Die Paralympischen Sommer- und Winterspiele werden alle vier Jahre, unmittelbar nach den Olympischen Spielen ausgetragen und ab dem Jahr 2012 verpflichtet sich das Gastgeberland der Olympischen Spiele dazu, ebenfalls die Paralympics zu beherbergen. So werden im Jahr 2012 die Paralympischen Spiele in London stattfinden und in 2014 werden im russischen Sochi die nächsten Winterspiele ausgetragen. Organisiert werden die Paralympischen Spiele vom International Paralympic Committee, der internationalen Dachorganisation der Paralympischen Bewegung mit Sitz in Bonn. Um auch München 2018 zu einem besonderen Großereignis für Paralympische Winterspiele werden zu lassen, wurde die Fachkommission „Paralympics“ gegründet, die auf den Rat von Experten zurückgreift, wie z. B. Paralympioniken, dem deutschen Behindertensportverband oder den Behindertenbeauftragten der Stadt München.

Bälle in schwarz, rot, gelb

Bundesliga-Reiseführer

- Die neue Broschüre für die Saison 2012/13 ist derzeit in Überarbeitung -

Fußball bringt Menschen zusammen. Die Leidenschaft für die „schönste Nebensache der Welt“ eint Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft, mit und ohne Behinderungen. Mehr als siebzehn Millionen Besucher passierten in der Saison 2009/2010 die Tore der Bundesligastadien – ein Großteil von ihnen reiste mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu den Spielen an. Mobil zu sein gehört heute zur persönlichen Freiheit einfach dazu. Dies gilt umso mehr für Menschen mit Behinderung. Sie stehen jedoch oftmals vor Barrieren.

Die Bundesliga-Stiftung hat daher mit Unterstützung der Deutschen Bahn AG Ende 2010 die bereits zweite Auflage des Bundesliga-Reiseführers für Menschen mit Handicap veröffentlicht, der in enger Zusammenarbeit mit den Clubs der 1. und 2. Bundesliga sowie der Bundesbehindertenfanarbeitsgemeinschaft (BBAG) entstanden ist. Das 234 Seiten starke Werk bietet Menschen mit Behinderung alle Informationen für eine barrierefreie Anreise ins Stadion. Zusätzlich gibt es viele nützliche Informationen rund um den Stadionbesuch: Vom Ticketerwerb bis hin zur Orientierung im Stadion, von der Ausstattung der Plätze bis zur Platzierung der Begleitperson – jeweils differenziert nach der Art der Behinderung – lassen sich alle Informationen nachlesen. Die Deutsche Bahn hat bei der inhaltlichen Zusammenstellung der Daten insbesondere ihre Expertise rund um eine barrierefreie Anreise eingebracht und damit einen bedeutenden Baustein zu diesem Gesamtkompendium beigetragen.

Die Broschüre „Barrierefrei ins Stadion“, die auf dem 2006 erstmals von der DFL publizierten Bundesliga-Reiseführer für Menschen mit Behinderung aufbaut, ist kostenfrei bei der Bundesliga-Stiftung unter www.reisefuehrer@bundesliga-stiftung.de, den Behindertenfanbeauftragten der Clubs und bei der Deutschen Bahn über www.bahn.de/fan-ecke oder über die Mobilitätsservice-Zentrale der Bahn erhältlich.

Weitere Sportthemen

Engagement der Deutschen Bahn AG zum Thema Sport
Generelle Informationen über das Engagement der Deutschen Bahn AG zum Thema Sport, wie z. B. München 2018 erhalten Sie unter

www.deutschebahn.com