Pünktlichkeitsentwicklung 2015

Im Vergleich zum Vormonat konnte die Pünktlichkeit im Nah- und Fernverkehr der DB wieder leicht gesteigert werden. Die massiven Auswirkungen der GDL-Streiks verhinderten jedoch auch im Mai bessere Werte.

Erhebungsgrundlage für die Pünktlichkeitsentwicklung:

Die dargestellten Prozentwerte geben den Anteil pünktlicher Halte in Bezug auf alle Unterwegs- und Endhalte wieder. Ein Halt wird als pünktlich gewertet, wenn die planmäßige Ankunftszeit um weniger als 6 bzw. 16 Minuten überschritten wurde. Die Pünktlichkeitsstatistik bildet die mehr als 800.000 Fahrten von DB-Personenzügen eines Monats ab. Dabei fließen alle Verkehrshalte der mehr als 20.000 monatlichen Fahrten im Fernverkehr und der rund 780.000 monatlichen Fahrten im Nahverkehr - inklusive aller S-Bahnen - in die Pünktlichkeitserhebung ein. 

Die Pünktlichkeitswerte der DB-Personenverkehrszüge zeigen im Jahr 2014 ein durchwachsenes Bild: Nach Rekordwerten in den ersten vier Monaten des Jahres lag der gesamte DB-Personenverkehr noch klar über dem selbst gesteckten Ziel von 93 Prozent, besonders der Fernverkehr rutschte ab Mai jedoch unter die Zielmarke von 80 Prozent. Dieser Einbruch ist wesentlich durch die monatelangen Unwetterserien von Mai bis Juli 2014 (u.a. Sturmtief Ela im Juni mit mehr als tausend umgestürzten Bäumen auf den Gleisen), die zahlreichen kriminellen Eingriffe (Buntmetall-Diebstahl und Brandanschläge) sowie die tagelangen GDL-Streiks im September, Oktober und November bedingt. Erst im Dezember konnte der DB-Personenverkehr wieder an die guten Pünktlichkeitswerte vom Jahresbeginn anknüpfen.

Im Jahresdurchschnitt 2014 kamen somit 94,5 Prozent aller DB-Personenverkehrszüge pünktlich an. Das ist nach 2012 mit 94,6 Prozent der beste Wert in den vergangenen fünf Jahren und gegenüber dem Vorjahreswert von 94,1 Prozent eine leichte Steigerung. Trotz der etwas verbesserten Gesamtpünktlichkeit verzeichnet die DB in der Langfristbetrachtung der letzten fünf Jahre einen deutlichen Anstieg bei den witterungsbedingten Verspätungen um fast 50 Prozent. Die entsprechenden Verspätungen haben durch die langlaufenden ICE-, IC- und EC-Linien und deren bundesweite Vertaktung vor allem Pünktlichkeitseinbrüche im Fernverkehr zur Folge. Dessen Durchschnittswerte für 2014 stiegen von 73,9 Prozent im Vorjahr zwar wieder auf 76,5 Prozent, erreichten jedoch nicht das Niveau von 79,1 Prozent im Jahr 2012. Die Nahverkehrszüge waren 2014 mit 94,9 Prozent etwa so pünktlich wie in den Vorjahren (2013: 94,6 %, 2012: 95,1 %).

Fragen & Antworten

Weitere Informationen zur Pünktlichkeitsstatistik:

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