Bahnhofsprojekte
Seit Juni 2010 erfreuen die farbenfrohen Kunstwerke die eilenden oder schlendernden Passanten und machen ihnen den Weg durch den langen Tunnel angenehmer. Beeindruckt von den Ideen zeichnete Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann am Aktionstag der Bahn "Gegen Vandalismus und illegale Graffiti"die Schüler mit einer Prämie aus.
Kunstprojekt für den Bahnhof Hannover-Bornum
Mit einer ausgesprochen pfiffigen Idee beendeten Schüler der 12. Klasse der Integrierten Gesamtschule Mühlenberg die Tristesse des elf Meter langen Tunnels am Bahnhof Hannover-Bornum. Sie malten auf 26 große Platten Bilder, wie sie aus einem fahrenden Zug zu sehen sind: mit Sehenswürdigkeiten und Wahrzeichen Hannovers hinter den Fenstern.
Die Schule ist bekannt für ihr großes Engagement, wenn es um anspruchsvolle Projekte geht und so wurde einem Kunstkurs angeboten, dem Haltepunkt neues Leben einzuhauchen. Die 19 Schülerinnen und Schülerwaren waren begeistert, etwas von bleibendem Wert zu schaffen, das über die Schule hinaus wirkt. Am liebsten hätten sie den ganzen Bahnhof umgestaltet, nebst Wartehäuschen, Treppen und Vorplatz. Dafür investierten sie seit September 2007 viel Zeit, maßen alles aus, fotografieren Details, studierten die zehn Designerhaltestellen Hannovers und brachten schließlich kühne und praktikable Ideen zu Papier, denen maßstabsgerechte Modelle folgten.
Seit Juni erfreuen die farbenfrohen Kunstwerke die eilenden oder schlendernden Passanten und machen ihnen den Weg durch den langen Tunnel angenehmer. Beeindruckt von den Ideen zeichnete Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann am Aktionstag der Bahn „Gegen Vandalismus und illegale Graffiti“ die Schüler mit einer Prämie aus.
Phantasiewelten am Bahnhof Bremen-Neustadt
Seit Juni haben es viele Reisende nicht mehr so eilig, die Eingangshalle und den langen Tunnel im Bahnhof Bremen-Neustadt möglichst zügig zu verlassen. Statt der bisherigen Graffiti und Edding-Schmierereien laden in den gemauerten Flächen links und rechts des Eingangs und an der Rückwand des Tunnels wahre Augenweiden zum Verweilen und Betrachten ein. Fünfzehn große Bilder erzählen, was Schülern der 8. Klasse zum Thema Phantasiewelten und Schülern der 11. Klasse zum Thema Krieg und Frieden eingefallen ist.
"Ich finde es schön, in einem Bahnhof sagen zu können: das da ist von mir!“, schwärmt Marlen, die ein farbenfrohes "Paar auf Bank“ beigesteuert hat und Lilli gefällt "Wir können etwas verändern, was Bleibendes schaffen und sogar noch zum Nachdenken anregen. Denn vielleicht fällt manchem erst beim zehnten Vorbeigehen auf, warum wir das Thema Krieg und Frieden genau so und nicht anders dargestellt haben.“ Vor allem aber hoffen alle auf den Respekt der anderen Jugendlichen vor ihrer Arbeit. Die Deutsche Bahn, Auftraggeberin des Kunstprojektes, wird mit einer abweisenden Schutzschicht dafür sorgen, dass ihre Kunden lange Freude an "Hänsel und Gretel“, "Elvis“, dem "Schlangengürtel“, "Kunterbunt“ und all den anderen Werken haben.
Mit den Bildern haben die Schülerinnen und Schüler der Integrierten Stadtteilschule am Leibnizplatz nicht nur Erfrischendes für ihre Neustadt getan, sondern sich auch am Wettbewerb "Mach nicht alles kaputt“ beteiligt. Dafür wurden sie verdientermaßen am Aktionstag "Gegen illegale Graffiti und Vandalismus“ am Bremer Hauptbahnhof ausgezeichnet.